Hagenauer, Johann, Bildhauer, geb. zu Straßburg 1732, gest. zu jener 1810. Sein Meister war der Bildhauer Itzlfeldner zu Titt- moning, den er jedoch bald übertraf. Der Erzbischof Sigmund von Schrattenbach erkannte sein Talent, und verschaffte dem jungen Künstler Gelegenheit, selbes auf der Akademie der Künste in Wien auszubilden. Der Erzbischof ließ ihn auch nach Italien reisen, wo er an den Akademien zu Rom und Florenz Preise erhielt, und nach seiner Rückkehr wurde er Hofstatuar in Salzburg . Als solcher fertigte er die colossale Bildsäule des Königs Sigmund und die übrigen Sculpturen am neuen Thore; auch das bleierne Standbild der Madonna auf dem Dumplatz ist von ihm ausgeführt. Später wurde er k. k. Hofbildhauer in Wien . Hier fertigte er meh- rere Bildwerke für Schönbrunn; auch hatte er eine Art von Ma- nufaktur, in welcher verschiedene Gypsstatuen gegossen wurden.
In der Folge wurde Hagenauer Rat der k. k. Akademie, so wie Direktor und Professor der Gratirschule daselbst. Er gab ein Werk mit Ornamenten heraus und ein Pamphlet: Unterricht von der Proportion des Menschen etc. mit 6 K. 1701.
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