Hagemann, Friedrich, Bildhauer zu Berlin , wo er den Unterricht
des berühmten Schadow genoss. Mit schönem Talente begabt machte
er bald erfreuliche Fortschritte und, um sich weiter auszubilden, fand
er 1805 Gelegenheit als k. Pensionär Rom zu besuchen. Hage-
mann erwarb sich durch seine Werke grossen Beifall. Man rühmte
1803 die Portraitbüsten der Professoren Pussler und Kant und
ein Jahr früher sah man auf der Ausstellung zu Berlin das liebliche
Bild einer liegenden Najade. Im Jahre bewunderte man
im Salon eine liegende Bacchantin mit Schaale und Gieskanne in Mar-
mor. Man sagte, dass kein Künstler die weibliche Gestalt so
zart und angenehm darzustellen im Stande sei, als Hagemann. Auch
Basreliefs hinterliess er, wie jene zwei mit Perikles und Alexander,
in denen man die Kunst der geschmackvollen Gewandung erhob.
Zahlreich sind die Werke dieses Künstlers nicht, denn er starb
schon im 33. Jahre 1806 in Berlin, als ordentliches Mitglied der
Akademie.
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