Hafner, Anton, Maler und Bruder des Obigen, der berühmtere von beiden. Er wurde ebenfalls in Bologna geboren, von Canuti in der Malerei unterrichtet, und mit diesem Meister stand er öfter in Verbindung.
Von ihm sind die berühmten Fresken der St. Lucaskirche und jene des Presbyteriums der Väter der Congregation. Seine Ornamente in S. Maria del Refugio sind von ausserordentlicher Vollendung. Anton malte auch Historien. Für die Schule der Waisen führte er das Bild der hl. Jungfrau mit dem Kinde aus; doch wurde er gewöhnlich zu größeren Arbeiten gezogen. So erhielt er 1704 den Auftrag, die Kapellen des heil. Franz von Sales in der Kirche des heil. Philippus Neri zu malen. Endlich lud ihn der Präfekt der Congregation ein, um ein Gemach des Klosters auszumalen. Während dieser Zeit wurde er im Kloster so trefflich bewirtet, dass er zuletzt selbst den Habit anzog. Von dieser Zeit an liess er sich besonders angelegen sein, die Kirche des heil. Philippus zu zieren. Seine Gemälde sind sehr zart und verschmolzen, und sie erregten bis zur Verwunderung Wohlgefallen. Als Mönch berief ihn der Großherzog Gaston nach Florenz, um die Verzierung jenes Altares zu bestimmen, den er in der Gruft der Medicäer errichten wollte. Dieser zu seiner Zeit berühmte Künstler starb 1751 im 78. Jahre.
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