Guinaccia, Deodato

Guinaccia, Deodato, Maler von Neapel , der aber von italieni- schen Schriftstellern ein Messineser genannt wird. Er kam mit seinen Eltern jung nach Messina , und hier hatte er sich schon mit der Malerei beschäftigt, als Polidoro dahin kam, an welchen er sich jetzt anschloss. Guinaccia ist der beste Schüler jenes Meisters und ihm das gewesen, was Giulio dem Rafael war. Nach dem Tode Polidoro’s brachte er dessen Malergeräte an sich, und nun suchte er den Ruf der Schule aufrecht zu erhalten. Er voll- endete auch die Gemälde des Meisters, wie jene Geburt Christi in der Kirche dell’Alto Basso, welche für Polidoro’s bestes Bild gilt. Guinaccia ahmte den Meister auch in eigenen Wer- ken nach, wie in der Dreieinigkeit in der Kirche der Confratria de’ Pellegrini, mit der Aufschrift: Deodat. Neap. Pinxit 1577. Die fast nackte, erhabene Gestalt des Christus ist von idea- ler Schönheit und die Kraft des Helldunkels bewunderungswürdig, Das Colorit ist harmonisch, sowohl in der Carnation, wie im der Gewandung des ewigen Vaters und der Engel. Sein Werk ist auch die Verkündigung Mariä zu Porta Reale in der Kirche de’ Tere- siani, bezeichnet: Deodat. G. Neap. Ex Voto Pinxit 1551. Schön ist die Tafel der Transfiguration in der Kirche der P. P. Basiliani und die Pietà des Berges Degli Azzurri, welche von Polidoro gemalt zu sein scheint. Das Gemälde der Geburt Christi in der Kirche de’ Basilio hat ebenfalls den Namen des Künstlers und die Jahrzahl 1580. Eine Geburt Christi, von Guinaccia ge- malt, ist auch in St. Gregorio, die schönste unter Guinaccia’s schö- nen Darstellungen dieser Art. Vortrefflich ist daselbst auch das Hochaltarblatt, in welchem der Künstler die Himmelfahrt darstellte. Berühmt war das Gemälde mit Cosmas und Damian, welches aus der Kirche St. Agostino mit andern verkauft wurde. Zu Messina sind auch einige Bilder dieses Künstlers im Privatbesitz, und in der Nonnenkirche der heil. Lucia zu Siracusa ist von ihm das Mar- tyrium dieser Heiligen gemalt, bezeichnet: Deodat. G. Neap. 1570. Das Tode dieses Künstlers ist unbekannt, aber über 1580 reichen die Nachrichten nicht hinaus. Mehreres über seine Werke s. Memorie de’ pittori messinesi & Degli esteri. Messina 181.

Guignamand, de la Chaise Dieu. — Guittone oder Guido. 449.

In diesem Werke ist auch das Bildpiss des Künstlers urid darin werden die Bilder Guinaccia’s ausserordentlich gerühmt. Auch Lanzi lässt dem Künstler dlle Ehre wiederfahren.

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