Guido, Bildhauer aus Como

Guido, Bildhauer aus Como , den die Geschichtschreiber unter die Zeitgenossen des grossen Nicolaus von Pisa aufgenommen haben. Zu Pistoja trägt eine merkwürdige Kanzel seinen Namen und folgende zwei Inschriften:

Sculptor laudatus qui summus in arte probatus Guido de Com: quem cunctis carmine promo,

Davon abgesondert:

A d. 1250 est operi sanuıs superestans Turrigianus Namque fide forma vigil hec ds in corona.

Es ist nicht leicht auszumachen, wohin die erste der beiden Inschriften des Werkes gehöre, ob zu dem Säulengestelle, der Kanzel, oder zu den halberhobenen Arbeiten ihrer Brustwehr. Die letzteren deuten aber auf ein höheres Alter, während die ersten das Gepräge des 13. Jahrhunderts haben. Könnten wir mit Sicherheit annehmen, die erste Inschrift sei der zweiten gleichzeitig, so würden wir dem Guido die halberhobene Arbeit der Brustwehr absprechen müssen; er könnte alsdann einzig die Kanzel um etwas erweitert und weniges Bildwerk verfertigt haben, was dem Zeitalter des Nicola Pisano, oder dem Jahre 1250 entspricht. Gehörte hingegen die erste Inschrift zu den Reliefs, so würden wir den Guido notwendig für einen Meister des 11. oder 12. Jahrhunderts halten müssen. Ciampi (notizie inedite della sagrestia Pistojese, Firenze , 1810) klärt diese Zweifel nicht auf, und liest im Gegenteil die beiden Inschriften zusammen.

S. F. von Rumohr, ital. Forschungen I, 264.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_FYTrAAAAMAAJ