Guidi, Domenico, Bildhauer von Massa di Carrara, der zu Rom bei Algardi seine Kunst erlernte. Er arbeitete für Kirchen und Palläste Roms, und in seinen Werken erkennt man Algardi’s Stil, doch erreichte er den Meister im Derben und Kräftigen der For- men nicht, wie es in Göthe’s Winckelmann S. 260 heißt. Ver- dienstvoll ist sein Basrelief der heil. Familie, welches er für den Hauptaltar von St. Agnese zu Rom ausführte. Beifall erwarb ihm auch das Grabmal des Cardinals Imperiali in der Augustinerkirche zu Rom, und als eine seiner besten Arbeiten erklärte man eben- falls die Statuen des Herzogs von Bagni in St. Alessio auf dem Aventin , und jene Clemens IX. in St. Maria maggiore. Indessen findet man unter Guidi’s Werken auch ganz mittelmässige Arbei- ten, da ihm des Gewinnes wegen jeder Auftrag willkommen war. Sein Ruf war übrigens begründet und selbst im Ausland ver- breitet. So wurde er nach Frankreich berufen, um für die königl. Gärten zu arbeiten. In Versailles wurde seine Statue der Fama aufgestellt, die er wohl nach Le Brun’s Zeichnung ausführte, der damals das Muster für ganz Frankreich war. Von ihm ist auch das Grabmal des Cardinals und Bischofs von Breslau im Dome da- selbst. Die Figuren fertigte H. Ferreti in Rom.
Guidi starb zu Rom 1701 im 73. Jahre.
Das schöne Basrelief mit dem Leichnam Christi auf dem Schoosse der ohnmächtigen Mutter etc. hat B. Farjat 1692 gestochen, gr. fol.
Guidi, Paul. — Guido de ‚Marmi.
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