Guerin, Gabriel Christoph

Guerin, Gabriel Christoph, — Guernier, Louis du. 433

— mit Ernst den Studien ob, und so gelangte er nach und nach zu einer bedeutenden Stufe der Kunst. Er bekleidet die Stelle eines Professors an der Kunstschule in Straßburg: S0 OF A

— Ein gekröntes Preisgemälde dieses Künstlers stellt Polynites und Eteokles, die Wallhöhn der feindlichen Brüder vor Theben vor, jetzt im Museum zu Straßburg, 12 auf 15 Fuss gross. Dieses Bild wurde bei seinem Erscheinen sehr gerühmt, indem man darin ein tiefes Studium der Natur, gründliche Kenntnisse in der Anatomie, so wie in Rundung und Verkürzung erkannte. Auch ist es treff- lich in der Perspektive, wahr in der Abstufung von Licht und Schatten, und im Technischen zeigt es nicht gewöhnliche Kräfte. Allein bei allen Vorzügen hat es auch wieder seine Kehrseite. Die Anordnung und die einzelnen Stellungen sind mehr theatralisch, als aus der reinen Natur gegriffen. Von idealer, poetischer Seite ist das Bild ebenfalls nicht erfasst, und der Eindruck ist grauen- derregend. — Im Jahre 1810 malte Guerin für die Kirche St. Fran- çois-d’Assise die Taufe Christi, ein großes Bild, und sah man seinen Servius Tullius, ein 11 auf 13 Fuss haltendes Gemälde.

Gerühmt wird sein Bild mit Gutenberg, der seinem Freunde ‚die ersten gelungenen Proben seiner Presse zeigt, 1827 gemalt. Die

Wahrheit des Ausdruckes, die Strenge der Zeichnung und das treffliche Colorit geben diesem Gemälde einen hohen Werth. Über- diess findet man von diesem Künstler noch mehrere grosse Kir- chenbilder und Porträts. Für die Präfektur von Albi malte er Ludwig XVIII. im Kniestück;

Schlusslich bemerken wir noch, dass der berühmte P. Guerin mit den ‚Strasburger Künstlern dieses Namens nicht verwandt ist;

— Guermeau, René, Kupferstecher; von welchem sich verschiedene Verzierungen finden. Er lieferte auch einige satyrische Blätter; be- sonders gegen Spanien. Dieses um 1658

— oder Schüler des Caravaggio, der um 1640 blühte. In Foss-' embrone und der Umgegend findet man in Kirchen viele Werke von ihm. Besonders zu erwähnen ist der heil. Sebastian mit S. Irene, der im Stil an Guercino erinnert. Seine weiblichen Figu- ren haben alle eine gewisse Ähnlichkeit; weil er häufig das eine und dasselbe weibliche Modell kopierte.

— Diesen Künstler führen wir nach Ticcozzi auf, er ist aber eine Person mit dem folgenden G. F. Gucrrieri. Wir können nicht mit

Bestimmtheit sagen, welcher der wahre Name ist.

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