Gselhofer, Carl

Gselhofer, Carl, Historien- und Bildnismaler , wurde 1770 zu

Wien geboren und unter der Leitung Füger’s zum Künstler ge-

bildet. Seine Fortschritte waren so bedeutend, dass ihn der Erzher-

zog Ludwig bald darauf zum Kammermaler ernannte, und 1819

wurde er auch zum Professor an der Akademie der Künste in Wien

erwählt. In der Kirche zu Aspern ist von ihm das Altarblatt des

heil. Martin. Er malte auch viele Bildnisse, darunter jenes des

Erzherzogs Rudolph, Cardinals zu Olmütz, das des Grafen Almasy

etc. Überdies leistete er auch in der Landschaft Gutes, und nicht

minder gewandt ist er im Radieren; es existieren indessen nur zwei

Blätter nach Cignani von seiner Hand gefertigt.

Gselhofer’s Compositionen sind im Ganzen edel, die Zeichnung ist richtig und in der Ausführung ging er immer sehr behutsam zu Werke, aber seine Färbung ist matt. Architektonische Beiwerke brachte er nie an. Nachricht ertheilt die österreich. National-En- cyclopädie über diesen Künstler, der wahrscheinlich noch lebt.

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