Gruebler, Florian, Bildhauer , geb. zu Kolbnitz im Müllthale Kärntens 1746, gest. zu Wien 1813. Da sich seine Vorliebe zum Zeichnen schon frühe bemerkbar machte, brachte ihn sein Vater nach Burghausen, um dort die Bildhauerkunst zu erlernen, und nach vollendeter Lehrzeit bereiste er verschiedene Städte Deutschlands. Zu Mannheim zog er zuerst die Aufmerksamkeit auf sich, weil er unter vielen Mitbewerbern den akademischen Preis gewann, und hierauf ging er nach München , wo er Gelegenheit fand, bei der Anfertigung der Statuen des königl. Hofgartens in Nymphenburg thätig zu sein. Vom dort begab er sich gegen 1780 nach Wien, ging aber bald nach Innsbruck ab, um mit zwei andern Künstlern an dem Monumente Franz I. zu arbeiten. Nach Vollendung der
Arbeit ließ er sich in Wien nieder, wo er mehrere akademische Preise gewann und zuletzt auch Mitglied der Akademie wurde. Ein namhaftes Werk jener Zeit ist die Büste des Erzherzog Carl aus carrarischem Marmor, die er auch für den Hof in München wie- derholte. Später leitete er in der durch den Fürsten Kaunitz zu Austerlitz erbauten Kirche alle plastischen Arbeiten. Es sind da zwölf Apostel in Riesengröße, und Basreliefs in Gips als Altarstücke. Er hatte auch Teil an der Errichtung des berühmten Monuments Kaiser Joseph’s in Wien unter der Direktion des Bildhauers Zau- ner. In der letzten Lebenszeit fertigte dieser Künstler nur mehr Figuren von Alabaster .
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