Grosclaude, Louis, Maler aus Locle, ein treuer Künstler, der jetzt in Neuchâtel seine Kunst übt. Seine Leistungen wurden schon mehrfach in öffentlichen Blättern besprochen, und diese bestehen in Historien, Genrestücken und Landschaften. Diese Bilder haben durch die breite und freie Behandlung einen eigenthümlichen Reiz. Sie sind mit keckem Pinsel gemalt, nicht eben sehr vollendet, da ihn seine Lebendigkeit nicht zu jener zarten Vollendung kommen lässt, die nur zu oft mehr anspricht, als geistreiche, weniger sorgfältige Behandlung des Pinsels. Seinen Figuren aber fehlt es nie an Wahrheit und Ausdruck, und dabei sind seine Szenen häufig durch landschaftliche Umgebungen gehoben. Die Darstellungen entnimmt er oft dem niederen Leben, der Sage, der Küche und dem Stall, er weiß sich aber auch in einer höheren Sphäre zu bewegen. Die Färbung ist durchaus tüchtig, und im Hell-Dunkel, so wie in Vertheilung des Lichtes besitzt er große Einsicht. Seine Bilder sind ungemein harmonisch im Ton, und die Figuren wie aus einem Guss gegeben, ihrem Charakter gemäss.
Grosclaude ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und überhaupt einer der ersten Genremaler unserer Zeit.
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