Groff, Wilhelm de

Groff, Wilhelm de, Bildhauer und Giesser von Paris, bildete sich in Paris zum Künstler , wo er sich bereits vortheilhaft bekannt ge- macht hatte, als ihn 1716 der Churfürst Max Emanuel von Bayern an seinen Hof nach München berief. Dieser Fürst verwendete ihn zur Ausschmückung seiner Residenz in München , und der Schlösser Nymphenburg und Schleissheim. Nach dem Tode des Chur- fürsten wurde er auch Hofbildhauer Kaiser Karls VII, und im Jahre 1742 ereilte ihn der Tod.

Nach seinen Modellen wurden Stücke in Blei und Erz gegossen. Im königl. Hofgarten zu Nymphenburg waren viele Bildwerke von seiner Hand, ehe der Garten eine moderne Anlage erhielt, hier sah man in den Bassins Wasservögel, Frösche, Enten, Schild- kröten, Meerspinnen, Gruppen von Meergöttern etc. Im Jahre 1737 hatte er für Nymphenburg bereits 12 Gruppen in Blei gefer- tigt, diejenigen abgerechnet, die um die grosse Cascade standen. Hinter sah man 12 Gruppen, welche unter Kindergestalten die Mo- nate darstellten. Der Springbrunnen hatte von seiner Hand auch eine zwölf Fuss hohe Statue der Flora, über die ein auf dem Fel- sen stehender sechs Fuss hoher Genius eine Krone hielt. Am Fel- sen selbst sah man allerlei Thiere, Am Wasser bei Badenburg in demselben Hofgarten stand ein grosser Neptun, von Groff geferti- get. In dem erwähnten Hofgarten waren seine Bildwerke in Blei zahlreich, und in Stein fertigte er die Statue der Minerva. Hin und wieder sah man auch bleierne Vasen von ihm. Auf gleiche Weise wurde der königl. Hofgarten in Schleissheim geziert, Hier sah man Vasen und bleierne Gruppen von Groffs Hand, reiche Verzierungen, die bedeutende Summen kosteten. Für die k. Re- sidenz in München goss er Statuen in Metall, die aber bei einem Brände zum Theil zerschmolzen. In der Residenz ist von ihm auch ein kleiner, emaillirter, kostbar verzierter Springbrunnen, und überdies fertigte er verschiedene Ornamente, deren man auch in den Schlössern Schleissheim, Nymphenburg in Pagodenburg und Badenburg, und zu Dachau findet.

Für etliche Brunnen in Nürnberg fertigte er Gruppen und Thiere, Larven, Werke, die in Metall gegossen wurden. Dieser Künstler war auch im Basrelief erfahren. Zwei solche Basreliefs zieren ein kleines Monument in der Akademie zu München, Schlach- ten Max. Emanuel’s darstellend.

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