Groff, Karl de

Groff, Karl de, Bildhauer und Giesser, der Sohn des Obigen, dem er in der Stelle eines churfürstlichen Hofbildhauers folgte, Er war auch akademischer Statuarius und churfürstlicher Rath. Im Jahre ereilte ihn der Tod, und an seine Stelle trat R. Boos als Hofbildhauer.

Karl Groff half seinem Vater bei seinen vielfachen Arbeiten im königl. Hofgarten zu Nymphenburg, und schon 1737 führte er eine silberne Statue des Churprinzen in Lebensgrösse aus. Er er- warb sich damit allgemeinen Beifall, besonders auch wegen der Aehnlichkeit des Portraites. In Nymphenburg sah man von ihm viele Bildwerke, und mehrere ältere seines Vaters restaurirte er. Für

Diesen Garten führte er zwei Statuen der Thetis und der Flora
aus, und eine andere in Marmor stellt Neptun dar. In einem jeden
der zwei Wasser-Bassus sah man von ihm einen bleiernen
Drachen und 14 über 10 Fuss lange Schlangen. Für die Badenburg
dasselbst fertigte er zwei Löwen. Acht marmorne Brustbilder stellen
je zwei Mann und Weib, die vier Welttheile dar. Dieser jüngere
Groff fertigte auch lebensgroße Gipsbilder des Churfürsten und
der Churfürstin. Überdies hinterließ er kleine Bilder in Holz,
Wachs, Basreliefs, Medaillons und Büsten in Gips. Einige solcher
kleineren Stücke kamen in den Besitz des Churfürsten Maximilian
Joseph. Für das Antiquarium restaurierte er an 20 Bildwerke.

Diese beiden Groff wurden von Liowsky und Andern fast
nur im Vorbeigehen erwähnt, obgleich ihr Wirkungskreis bedeu-
tend war. Wir werden in einem anderen Werke über das ge-
sammte bayrisch-malerei, das wir herauszugeben gedenken,
noch näher auf sie zurückkommen.

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