Grenier Saint-Martin, François. — Grenville, Jones. 363
und Sohn. Der erstere, aus Amiens gebürtig, erlernte an der
Akademie in Paris die Civil-, Militär- und Wasserbaukunst, und in der Folge wurde er Civil-Baumeister in Prag . Nach zehnjäh- rigem Aufenthalt in dieser Stadt berief ihn der Erzbischof Hieronymus nach Salzburg, wo er fortan die Stelle eines Ingenieur- Hauptmanns bekleidete. Er leitete als solcher verschiedene Stras- sen- und Wasserbauten. Er zeichnete auch Charten.
Als Civilbaumeister unternahm er die Bauveränderungen in der Winterresidenz zu Salzburg , in Mirabell, zu Hellbrunn , Kless- heim etc. Auch leitete er den neuen Residenzbau, und verschiedene andere Einrichtungen verdankt man diesem Künstler, der 1811 im 78. Jahre starb.
Sein gleichnamiger Sohn wurde um 1780 geboren, und dieser erhielt als Geometer seine erste Anstellung. Dieser jüngere Grenier machte sich zeitig als Zeichner bekannt. Er zeichnete einige römische Mosaik-Fußböden und Münzen , welche 1815 auf den Loiger-Feldern bei Salzburg gefunden wurden. Auch Höss, Eckart, Martin Rauscher, J. N. Schönauer, Inspektor der Antikensamm- lung des Kronprinzen von Bayern , des jetzt regierenden Königs Ludwig, J. J. Tournier und andere zeichneten solche antike Reste. Der letztere gab eine gelungene Nachbildung von Ariadne und Theseus heraus. Günther hat die Fußböden, Münzen und die römischen Ziegel gestochen, und Grenier illuminirte diese Blätter. Hofrath Dr. Thiersch leitete damals in Salzburg die Ausgrabun- gen, und nach seiner Abreise wurden unserem Grenier die weiteren Suchungen anvertraut. S. Römische Alterthümer in den Um- gebungen von Salzburg oder Juvaviensische Antiken, Salzburg 1816. In den folgenden Jahren leitete er die antiquarischen Nachgrabungen in der Gegend von Glas bei Aigen, und auch bei dieser Gelegen- heit zeichnete er die schönsten Fußböden von Mosaik und gab sie, von Günther gestochen, heraus. S. Pillwein’s salzburg. Künst- lerlexicon.
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