Greene, Jean Jacques la

Greene, Jean Jacques la, Historienmaler , der jüngere Bruder und
Schüler des Obigen, von welchem man 1771 zuerst öffentlich Ge-
mälde sah. Seine Werke gefielen wegen ihrer Zierlichkeit und
Heiterkeit. Die Franzosen fanden in seinen Compositionen eine
gewisse Liebenswürdigkeit, welche neben der brillanten Farben-
gebung die Sinne schmeichelte. Besonders Gefallen erregte er bei
den Damen, deren Bildnisse er reizend darstellte.

La Greene, der jüngere, wurde Professor der alten Akademie,
und später bekleidete er eine solche Stelle an der Specialschule zu
Paris. Der Tod ereilte ihn um 1810. Man hat von seiner Hand
eine bedeutende Anzahl von Werken, und einige derselben sind
auf Marmor und Glas (in Oelfarben) gemalt. Er verstand auf
Marmor alle Arten von Zeichnungen zu incrustiren, so dass sie
fast unzerstörbar sind. Im Jahre 1800 sah man sein Gemälde der
Muse Erato, auf Marmor dargestellt, und jenes, welches den
aus dem Bade kommenden Archimedes vorstellt, das nicht sowohl
erfreulich, als seine Pariser Grazien. Er malte auch den Kaiser Napo-
leon auf Marmor, wie ihn der Sieg krönt, und auf Glas malte
er verschiedene Friese. Ein Altarbild mit lebensgrossen Figuren,
den Tod des hl. Joseph vorstellend, war für den Hauptaltar der
Carmeliterkirche in der Strasse Vaugirard bestimmt. Dieses Ge-
mälde rühmt Fiorillo wegen der heitern und gefälligen Composition,
eines der ersten religiösen Deckenmaler, womit man in Paris
nach der Bilderzerstörungswuth wieder Kirchen schmückte.

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