Grassi, Anton

Grassi, Anton, Bildner zu Wien, wo er 1755 geboren wurde und starb. Er erlernte die Zeichenkunst an der k. k. Akademie, und in der Bildhauerei verdankt er der Sorgfalt des Prof. Messer- schmidt so vieles, dass er schon früh zur Vollendung der Statuen des Hofgartens zu Schönbrunn ausersehen wurde. Hierauf lernte der Fürst Johann von Dietrichstein-Proskau diesen geschickten Künstler kennen, und auf dessen Verwendung wurde er als Mo- dellirer an der Porzellanmanufaktur angestellt, eine Bedienstigung, die er nach sechs Jahren mit jener des Modellmeisters vertauschte, stets zum Vortheile und Ruhme der Anstalt.

Im Jahre 1792 sah er endlich nach langer Sehnsucht Italien . Obgleich nur neun Monate in Rom , fertigte er doch eine treffliche Copie der berühmten Gruppe der Niobe, und diese schickte er mit einer Menge Reliefs, Büsten, Statuen und Antiken nach Wien.

Im Jahre 17904 wurde Grassi Direktor der höheren Kunstklas- sen, namentlich der Historien- und Landschaftsmalerei. Unter seine vollendlichsten Werke zählt man die Porträts Franz I., des Erzher- zogs Carl, Canova’s etc. Die Oesterr. National-Encyclopädie gibt Nachricht über diesen Künstler, und in Füssly’s Supplementbande zum Allgemeinen Künstler-Lexicon wird er mit dem Maler J. Grassi in einen Artikel gedrängt.

Gratella, Beinäme von S. Filippi.

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