Graf, Urs oder Ursus

Graf, Urs oder Ursus, auch Ursgraf; Vrsgraf genannt — und unter dem Namen van Goar, Gamperlin und Gemberlein bekannt. Papillon nennt ihn Vis-Graf und Le Maitre du Rochoir, und führt ihn fünfmal, nach seiner Ansicht, immer als andern Künstler, auf. Dieser Ursus Graf war von Basel , Goldschmied, Medailleur und Formschneider , schon (f) thätig und noch . Seine Werke tragen noch das Gepräge der alten Zeit, und ihre Mängel. Auf der Bibliothek in Basel ist ein Portefeuille von mehr als 60 seiner Federzeichnungen, und seine Holzschnitte belaufen sich über 200 Stücke, die aber grossen Theils nicht über das Mittelmässige gehen. Seine Blätter sind mit einem Monogramme bezeichnet, das in der Form öfter wechselt, und auf einer der erwähnten Zeichnungen nennt er sich: Vrsus: graf: Goldschmied vnd münzisen (Münzeisen, Stempel) schider (Schneider) zvo Basell. ano 1523. Bartsch P. gr. VII 458 beschreibt von diesem Künstler mehrere Holzschnitte und auch einen Kupferstich,

„Dieser stellt Christus am Kreuze dar, links die hl. Jungfrau, St. Johann und eine hl. Frau; rechts ist Nicodemus, ein Mann mit einem Schwerdt in beiden Händen und ein bewaffneter Soldat . H. 5 Z. 6 L., Br. 53 Z. 7 Z. ‚

Holzschnitte :

Die Passion, oder das Leiden Christi, eine Folge von 24 Blättern, schlecht gezeichnet und schlecht geschnitten, bis auf zwei Blätter, die nicht numerirt sind. H. 8 Z., Br. 5 Z. 0—10 L.

Sechs Blätter von dieser Folge finden sich in dem Buche: das Leben Jesu Christi, gezogen aus den vier Evangelisten, durch Johannem Knoblouche, Strassburg 1508. fol. ‚

Die Passion Jesu Christi, 20 Blätter, schlecht gezeichnet und grob geschnitten. Von dieser Folge tragen nur 5 Blätter das Zeichen des Urs Graf. H. 1 Z. 7 L., Br. 1 Z. 3 L.

Joab tödtet den Amasa, mit einem Schriftzettel: Dixit itaque Joab ad Amasan etc. H. 7 Z. 1 L., Br. 4 Z. 7 L.

Sechzehn Blätter mit Darstellungen aus den Evangelien, nicht besser als die Leidensgeschichten und verschieden von diesen. H. 1 Z. 7 L., Br. 1 Z. 3 L. Bartsch glaubt, dass diese Folge mehrere Blätter zählen dürfte. Es sind dieses wohl nicht:

Die Blätter in der Postilla guilhermi super Epistolas et Evangelia, in 4. Dieses Werk wurde 1513 zu Basel gedruckt; eine frühere Ausgabe ist von 1500 und die älteste ohne Holzschnitte, von 1481, bei Koburger. ‚

Christus heisst seine Jünger in aller Welt das Evangelium verkünden; oben Gott Vater und der hl. Geist. H. 7 Z., Br.

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