Graf, Urs oder Urs

Graf, Urs oder Urs, . . . 317

Z. 0 L. Dieses Blatt ist an der Spitze von Knoblauch’s Passion von 1508.

Jesus vor dem Hohenpriester, in Geilers von Kaisersberg Pater noster, * Strassburg 1515, fol.; auch in der erwähnten grössern Passion.

Eine Gebirgslandschaft mit Darstellungen aus der Passion, grosses Stück von zwei Platten. H. 19 Z. 3 L., Br. 14 Z.

Der Schmerzensmann am Grabe stehend, mit den Passions-Werkzeugen. H. 8 Z., Br. 5 Z. 8 L.

Die hl. Jungfrau in halber Figur mit dem Kinde, das einen Paagei hält, über der Maria sind zwei Engel mit der Krone, H. 6 Z. 10 L., Br. 4 Z. 7 L.

Die Apostel Peter und Paul, gross geschnitten. H. 4 Z., 6 L., Br. 2 Z. 11 L.

Das Leben des hl. Beat -eder Bat, der nach der Legende in der Schweiz das Evangelium gepredigt hat, 16 Blätter, von denen das Zeichen unsers Künstlers tragen. Diese Darstellungen finden sich gewöhnlich auf Einem Blatte in vier Abtheilungen. Die Ueberschriften zeigen die Handlung an. H. 4 Z. 2 L.

Die Titelvignetie des Buches: Christenlich Bilgerschaft, von Geiler von Kaisersberg, Basel 1512, fol. Später wurde der Stock zu Münster’s Cosmographie verwendet.

Der Pilger am Tisch, an mehrere Menschen Geld austheilend. H. 2 Z. 4 L., Br. 2 Z. 6 L.

Der alte Schulmeister mit seinen Schülern, Vignette in der erwähnten Cosmographie. H. 4 Z. 1 L., Br. 5 Z. 1 L.

Der Tod auf dem Baume, mit der Rechten auf den getödteten Raben deutend. Am Fusse des Baumes stehen zwei Soldaten, links sitzt eine Frau mit einem Hunde auf dem Boden, im Grunde Berge und Gebäude, 1524 H. 7 Z. 8 L., Br. 4 Z. 6 L.

Der Schild mit dem kaiserlichen Adler, von einem Panther und einem Löwen unterstützt, in Münster’s Cosmographie, 1550. H. 1 Z. 1 L., Br. 2 Z. 9 L.

Folgende Werke kannte Bartsch nicht:

Verschiedene Borduren und Titelblätter zu: Morale reductorium super tetam Bibliam; fratris P. Berthory etc. 1517; Directorium in dice passionis articulos, Decastichon F. D. Agricolae etc. 1512; Polyanthea Opus suavissimis floribus exornatum, per D. N. Migabellium etc. 1512; De Ratione Syllabarum brevis sagoge etc. H. Glareany. Item Elegiae. quaedam H. Glarea 1516; das neue Testament gantz yetzt lsfair]ich aus dem rechten grundt teutscht, Basel 1524.

Die säugende Maria, gegenseitige Copie nach Dürer, mit 1506 in der Tabelle und dem Zeichen des Urs Grafä. H. 5 Z., Br. 3 Z.

Die Passion Jesu Christi. 32 Blätter. H. 2 Z. 6 L., Dr. 2 Z.

Jesus Christus predigt zum Volke.

Die Berufung des hl. Petrus.

Eine Folge von verschiedenen deutschen Soldaten, mit den Fahnen der Cantone, 1521. H. 7 Z. 1 L., Br. 4 Z.

Ein deutscher Soldat mit dem Federhut auf einem Baumstamme sitzend, 1513. H. 3 Z. 10 L., Br. 2 Z. 8 L.

Der Heiland, stehend, wie er mit der Rechten segnet und mit der Linken die Oriflamme hält, rechts und links schlafen die Soldaten, im Grunde das Grab und die Frauen. H. 8 Z. 4 L., Br. 6 Z. 2 L. Dieses Blatt ist ohne Zeichen, aber wahrscheinlich von Urs Graf.

Bartsch führt auch jene 8 kleinen Holzschnitte nicht an, welche die Bitten des Vaterunsers darstellen. Sie sind ungemein zart gear- beitet, Zeichnung und Composition geistreich. In der bei Knob- Jauch 1517 erschienen Legende der Heiligen. (der Heilige Leben neu gedruckt etc.) tragen die Holzschnitte 2 — 10 Ursgraf’s Mo- nogramm. Sie haben im Allgemeinen sehr richtige Vertheilung von Licht und Schatten, nur dass sie hie und da ein ängstliches Bemühen offenbaren, den Schatten recht bemerkbar zu machen, daher ist er an manchen Stellen zu scharf aufgetragen, wiewohl überall richtig angebracht.

Ein ungemein reichhaltiges Bild ist die Erweckung des Lazarus; in den über 40 sich belaufenden Köpfen dieses Blattes ist ausser- ordentlich viel Charakteristisches. Auch ist Leben in dem Bilde; die Figuren stehen in drei verschiedenen Gruppen in richtiger Perspektive hinter einander,

Gott Vater auf dem Throne, mit der Rechten einen entblößten Dolch und mit der Linken eine Kugel haltend. Zu seinen Füßen ist Christus und die Jungfrau; auch der hl. Geist und eine Legion von Engeln sind zu sehen. Unten ist ein knien- der Mann in einer Landschaft. Auch sieht man das Wappen von Basel, das Zeichen des Künstlers und die Jahrzahl 1514.

Das Wort Trinitas bestimmt die Darstellung. H. 8 Z. 24 L., Br. 6 Z. 10 L.

Zwei Heilige, neben der Kirche Gott Vater in den Wolken. H. 11 Z., Br. 8 Z. 5 L.

Man darf indessen nicht alle Blätter mit den Buchstaben VS dem Urs Graf zuschreiben. Sie bezeichnen auch einen deutschen Künst- ler, der nach M. Schongauer copirt hat. Auch V. Geldersmann und V. Glockenton sollen sie bedeuten.

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