Goya, Don Francisco, Historienmaler zu Madrid , wurde um 1760 geboren und von Don Josef Luxan Martinez in der Kunst unterrichtet. Später ging er nach Rom und nach seiner Heimkehr wurde er Kammermaler des Königs von Spanien . Gemälde von seinem Hand sind in La Madonna del Pilar zu Saragossa und in der neuen Kirche S. Francisco zu Madrid. Er malte viele Bilder, sowohl in Öl als Fresco, und in allen diesen bewies er sich als tüchtiger Künstler . Seine Compositionen sind voll Feuer und die Figuren ausdrucksvoll, aber er kümmerte sich wenig um Korrekt- heit der Zeichnung. Goya starb um 1830.
Man hat von F. Goya auch schöne und geistreich radirte Blätter, aber sie gehören zu den selten vorkommenden Werken die- ser Art.
Felipe III. Rey de Espanna, ganze Figur zu Pferd, nach dem Bilde des Velasquez im k. Museum zu Madrid, 1778. fol.
Margaritha de Austria, Reyna de Espanna, ganze Figur zu Pferd, nach Velasquez, das Gegenstück.
Bacchus, welcher einen Trunkenen in Gegenwart seiner Mit- brüder krönt, nach dem lebensgrossen Bilde des Velasquez im Madrider Museum, höchst geistreich radirt, qu. fol.
Menipo Filosofo, als Bettler im Mantel gehüllt mit altem Hut, zu seinen Füßen Bücher und ein Krug, nach Velasquez Ge- mälde im Museum zu Madrid, 1778. fol.
Die ersten Abdrücke sind ohne die Worte: Menipo filosofa, Auch: lhest man: Pintura, de Don Diego ... 1778 und die Namenszüge der Künstler sind schwach. Einen solchen Ab- druck, den wir für den ersten halten, hatte Graf von Stern- berg - Manderscheid. Der zweite schöne Druck hat zwei Zei- len Schrift: Representa a Menipo Filosofo de la estatura na- tural. Esopo-el’Fabulator, von vorne stehend im Mantel, nach links gerichtet, in der Rechten ein Buch haltend; die Linke in den Rock gelegt, unten rechts ein Fass, nach Velasquez, 1778.
Die ersten Abdrücke wie oben bei Menipus; die zweiten ha- ben zwei Zeilen Schrift: Sacada y gravada ... natural.
Der sitzende bärtige Zwerg Philipp IV. mit dem Hute auf dem Kopfe und im Buche blätternd, nach Velasquez Bild im Ma- drider Museum, 1778. Vorzügliches Blatt in 8.
Ein anderer Zwerg dieses Königs sitzend, beide Arme auf die
Ein Gefangener der Inquisition, mit Halseisen an den Pfahl ge-
laßt, das Kreuz in der Hand, sterbend beim Kerzenschein,
folio. a ;
80 Blätter (oder mehr?) höchst merkwürdige satyrische Compo-
sitionen auf mehrere Stände, höchst komisch und von beissen-
dem Witze. Jedes dieser sehr geistreich radirten Blätter hat
eine spanische Inschrift, sie sind numeriert und mit Titel ver-
sehen. Sehr selten,
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