Gori, Lamberto Christiano, Arbeiter in Scagliola, Schüler von Pater Hugford. Seine Werke sieht man im Palast Pitti und in der Gallerie zu Florenz, wo er von der Regierung besoldet war. Er erhob die toskanische Schule der Scagliola über alle andern. Der
Grossherzog Peter Leopold war oft in seiner Werkstätte, und je- der vornehme Reisende, welcher nach Florenz kam, begrüsste den Künstler. Leopold schätzte seine Arbeiten so hoch, dass er zwei derselben, die in den letzten Jahren wertgehalten wurden, nach Paris gebracht werden, auf Sammet und im Triumph nach dem Palast Pitti tragen liess. Gori starb 1801 etwa 70 Jahre alt. Er war höchst eifersüchtig auf seine Kunst, denn obgleich das Verfahren bekannt ist, so werden doch immer einige Dinge geheim gehalten, vorzüglich die Art, den farbigen Werken Politur und Glanz zu verleihen. Daher lehrte Gori, so lange er jung war, Niemanden seine Kunst. Nur aus Bedürfnis der Hülfe eines Jüngeren nahm er den Pietro Stoppioni in sein Studium. Als Gori aber sah, dass ihm Stoppioni die Kunst ablernte, jagte er ihn fort und nahm Carlo Paoletti zu sich. Dieser merkte auf alles, was Gori vornahm, stahl ihm die Kunst und wurde nach sieben Jahren auch fortgejagt. Gori wollte nun weiter keine Schüler mehr bei sich haben. Paoletti lebte noch . Dieser erhielt die gute Schule mit gleichem Ruhm und Glück. Er ist, wie Stoppioni, un- verheiratet geblieben, und hat Niemanden, auf den er die Kunst übertragen könnte, obgleich er der einzige ist, der noch die gute Methode weiß. Diese ist ein Geheimnis. Benci.
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