Goloktinoff, einer der talentvollsten

Goloktinoff, einer der talentvollsten, jetzt lebenden russischen Kup- ferstecher im Landschaftsfach, ebenfalls ein guter Zeicher. Ein interessantes großes Blatt ist eine Landschaft nach Claude Lorrain, Christus mit den Jüngern nach Emaus gehend, nach dem Gemälde der k. Eremitage in St. Petersburg . Der Stecher hat die Aufgabe, dieses Bild mit Nadel und Grabstichel wieder zu geben, glücklich gelöst, und besonders schön ist im Ganzen der Luftton, wobei ihm die Fertigkeit in Handhabung der trockenen Nadel sehr zu

Dieses große royal Folioblatt kann jedem Hauptblatte nach Claude an die Seite gesetzt werden.

Goltschmid. $. Goldschmid. Goltzius, Hubert, oder richtiger H. Goltz, Maler und Al- terthumskenner, der angeblich in Vanloo geboren wurde. Sein Vater Rüdiger, ein Maler, war von Würzburg, und er selbst könnte noch in Würzburg geboren sein, weil er sich Herbipolita Vanlonianus nennt. Der Vater unterrichtete auch den Sohn in der Kunst; dabei sprach den jungen Goltzius aber auch besonders die Archäologie an, und eine Folge davon war das Studium der al- ten klassischen Schriftsteller, welches er neben dem Besuche der Schule des L. Lombart betrieb. Er besuchte auch Rom , um die Alterthümer jener Stadt und die Münzkabinette daselbst zu betrach- ten, und als Resultat seiner verschiedenen Forschungen, die er in Italien , Frankreich und Deutschland machte, gab er die alle Achtung verdienen. Man hat ihm zum Vorwurfe gemacht, dass er Münzen in Abbildungen gab, die nicht existirten; allein die- ses ist nicht so, nur sind die Originale grösstentheils sehr selten. Vom ihm sind die Emblemata et aliquot nummi operis S. Sambuci. Antw. ex officina Plant. 1564. 8. Es gibt viele Blätter von seiner Erfindung, Kupferstiche und Holzschnitte, doch sind wohl die we- nigsten von ihm selbst gestochen und geschnitten. Sie sind mit dem Buchstaben G., G. f; oder H. G, bezeichnet.

Bei seinen Bildnissen der Kaiser in Medaillenform wendete er den Holzschnitt in Hell-Dunkel an, und dabei verband er den Form- schnitt mit dem Kupferstiche. Der Schnitt dieser Bildnisse rührt von J. Gietleughen her, den Goltzius reichlich beschäftigte. Dieses

Kaiserwerk hat den Titel: C. J. Caesar sive historiae imperatorum

Caesarum Romanorum, ex antiquis numismatibus restitutae, liber primus. Huberto Goltzio, Herbipolita Vanloniano auctore et sculp- tore. Brugis, 1563.

Sehr selten ist die deutsche Originalausgabe, mit braun abge- druckten Bildnissen der Kaiser in Form von Medaillons. Sie bil- det den fünften Teil der sämmtlichen Werke des H. Goltzius: Lebendige Bilder gar nach aller Keysern von C. Julio Cäsare biss auff Carolum V. etc. Antwerpen 1657, fol.

Es gibt auch eine Ausgabe mit italienischem Text, Antwerpen 1557; mit franz. Text, daselbst 1550 oder 1561; mit spanischem Text, An- tw. 1560, fol.

Am gesuchtesten sind die Originalausgaben von Goltzius Werken, wegen der ersten und besten Abdrücke:

Fasti magistratuum et triumphorum Romae, Brugis, 1566, fol.

Die oben erwähnte Ausgabe des Cäsar,

Caesar Augustus. Brugis, 1574 fol.

Sicilia et magna Graecia, Brugis, 1576, fol.

esaurus rerum antiquariae. Antw. 1570, 4, mit ER.

Der Haupttitel seiner Werke ist:

Romanae et Graeciae antiquitatis monumenta, ex priscis numis- matibus eruta et L. Nonnii comment. illust., Antw. ex off. Plant. 1645. Die oben erwähnten Werke haben wieder besondere Titel und die Jahrzahl 1644; die Icones imperat. roman. aber als fünf- ter Teil, 1645, mit braun abgedruckten Medaillons. Zusammen bilden Goltzius Werke 5 Bde. in fol. Dieses ist die gewöhnlich vor- kommende, noch geschätzte Ausgabe, aber mit etwas abgenutzten Platten gedruckt. Eine frühere Ausgabe, Antwerp. Tom. I, 1617; Tom. II, 1620; Tom. III u. IV, 1618, ist im Druck und Papier

Goltzius, Heinrich. —

weniger schön und der fünfte Teil muss nach der Antwerpscher

Ausgabe von 1645 zu ihr gelegt werden.

Noch geringer ist die Ausgabe von 1708, die zu Antwerpen,

ebenfalls in fol. erschien, 5 Bände mit K.

Goltzius war Historicus und Maler Philipp II. und diese Würde

erwarb ihm seine Dedication der Icones imperatorum romanorum.

Seine Gemälde, in Historien und Bildnissen bestehend, sind sehr

selten, aber mit Sicherheit ausgeführt. Der Tod ereilte diesen

Mann 1583.

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