Goetzenberg, Jakob, Historienmaler aus Heidelberg , wurde zu Anfang unsers Jahrhunderts geboren. Von der Natur mit einem schönen Talente ausgerüstet, widmete er sich 1820 auf der Aka- demie der Künste in München dem Studium der Kunst und spä- ter war es besonders Peter von Cornelius, dessen Leitung er sich anvertraute. Durch die Verwendung des Meisters Cornelius fand er Gelegenheit, in der akademischen Äule in Bonn sein seltenes und bedeutendes Kunstvermögen zu offenbaren. Er malte daselbst die Philosophie und von ihm ist da auch die Composition von mehr als 70 lebensgrossen Figuren, die Gerechtigkeit mit den berühm- testen Gesetzgebern und Rechtsgelehrten vorstellend.
Goetzenberger lieferte auch Ölbilder, die in Conception und Ausführung nicht minder ein reiches und schönes Talent verkün- den. Sehr interessant ist das Staffeleibild, welches in einem lebens- grossen weiblichen Kniestück die Gewalt der Schönheit, als Zau- erin darstellt. Es ist dieses eine schöne Frau mit geheimnissvol- lem Diadem und Zauberstab in einem reichen gotischen Armsessel sitzend, mit Globen und Astrolabien umstellt. Dieses Bild, in welchem der Künstler seine Schwester abbildete, wurde für des Grafen Raczinsky Prachtwerk: Geschichte der neuern deutschen Kunst von Cherrier in Holz geschnitten, und in eben diesem Werke ist die Philosophie in Kupfer gestochen.
Im Jahre 1833 wurde Goetzenberger grossherzoglich Badischer Hofmaler und Gallerie-Inspektor in Mannheim .
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