Goetz, Gottfried Bernhard, Historienmaler u. Kupferstecher , wurde
zu Welterad in Mähren geboren und zu Brünn vom Freskomäs- ler Eckstein in der Kunst unterrichtet, bis er nach Augsburg zu I. G. Bergmüller kam. In dieser Stadt gründete er eine Kunst- handlung, in welcher verschiedene schwarze und in Farben abgedruckte
Goetz, Gottfried Bernhard. —— Goetze:
Blätter erschienen nach Art derjenigen von Le Blond, nur brachte er Schattierungen an, was damals etwas Neues war. Götz und Glau- ber waren in Augsburg auch die ersten, welche Miniaturkupfer- stiche lieferten. Seine Gemälde bestehen in Altarbildern, deren zich noch einige in den Kirchen finden; seine Frescomalereien aber an den Häusern haben wohl alle der Zeit und der Mode weichen müssen. Man lobte in seinen Bildern die sinnreiche Erfindung und das schöne, frische Colorit. Kaiser Karl VII. ernannte ihn zum Cabinetsmaler am Hofe in München und Maria Theresia be- schenkte ihn für seine in Farben gedruckten Stiche mit einem gol- denen Gnadenpfennig und einem Freibriefe.
Dieser Künstler starb zu Augsburg .
Man hat von seiner Hand eine Anzahl radierter, farbiger Mezzo- tintablätter:
St. Aniandus, nach H. G. Bergmüller, fol. Die heil. Walburga, Altarbild, nach demselben, fol. Kaiser Carl VII. in Lebensgröße von Goetz gemalt, und in schwarzer Manier gestochen, gr.’ fol. Portrait Kaiser Franz I., in schwarzer Manier, fol. Jenes der Maria Theresia, Gegenstück. Das Brustbild Ludwig’s XV. von Frankreich , in seiner Jugend dargestellt, Farbendruck, 4. Bildniss des Cardinals Joachim Beszozz. x Brustbild der Maria Leczinska, Königin von Frankreich, in ih- rer Jugend, ebenfalls hunt gedruckt, das Gegenstück. Die Bildnisse des Erlösers, der Maria, des Johannes und der Apostel, 16 Blätter mit ganzen Figuren. Mehrere zart punktierte Miniatur-Heiligenbilder, S. auch I. M. Goetz.
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