Godeharle, C. G.

Godeharle, C. G., Bildhauer zu Brüssel, wo er 1750 geboren wurde und 1835 als Professor und Mitglied des Institutes starb. Er erhielt die ersten Lektionen bei Delvaux, kam 1770 nach Paris auf die Akademie, und begab sich dann nach Rom , wo er 1775 den grossen Preis der Sculptur erlangte. Nachdem er Atalıen, Deytsch-

land und England durchreist hatte, kam er nach einer 10jährigen Abwesenheit nach Brüssel und wurde nach und nach Bildhauer Karl’s von Lothringen, des Herzogs von Sachsen-Teschen und Napoleon’s,

Godeharle führte für das Schloss Laken einen Fronton aus mit reichen Bildwerken, mehreres für H. Hope zu Amsterdam und an- dere Privaten; am zierlichsten aber zeigt sich sein Meissel im Schlosse zu Wespelaer zwischen Löwen und Moecheln, das er fast ganz mit seinen Werken geschmückt hatte. Hier sind seine Co- pien nach antiken Statuen, eine grosse Anzahl Büsten berühm- ter Männer aller Nationen, die alle diese herrliche Villa zieren, welche man das Elisium nennt.

Auf der Bibliothek zu Brüssel sind die Büsten des Philipp v. Champagne und van der Meulens; die Kirche zu Coudenberg hat einige Basreliefs und das Monument des Prof. Jakobs; die Katha- rinen Kirche die Denkmäler des Peter Franz Jakobs und des Fer- dinand Maria Delvaux.

In Gent fertigte er für den Architekten Pisson einen Amor und die sehr ähnlichen Büsten von And. Lens, Linne und Baron Poe- derlees im botan. Garten. In der Universität ist das Brustbild des van Boerhave,

Er verfertigte überdies noch mehrere Brustbilder ansehnlicher Personen, und 1820 auch jenes des Königs. Im folgenden Jahre sah man auf der Kunstausstellung zu Brüssel eine Venus in Mar- mor und für den Palast der Generalstaaten fertigte er das Stand- bild des Königs. Unter den berühmten Männern, welche er in Stein abbildete, ist Prinz Wilhelm I., Graf von Egmont; Olden- barneveld, de Ruyter, Tromp und Marnix van St. Aldegonde. Im Jahre 1827 brachte der beinahe 80jährige Künstler noch die Büste Wilhelms von Oranien, des Fürsten von Ligne und des Bildhauers Delvaux, seines Lehrers, zur Ausstellung. Er trug auch zur Aus- schmückung von Palästen und Gärten bei.

Godeharle bildete auch einige gute Schüler, er hielt sich aber nicht so strenge an die Antike, wie dies im neueren Stil der Fall ist. Seine und seiner Schüler Werke erinnern in der Stellung und in den Gewändern an die Prinzipien der Malerei, besonders an jene der älteren niederländischen Meister.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_FYTrAAAAMAAJ