Godefroy, Adrian Pierre François, Kupferstecher zu Paris , wo er 1777 auch geboren wurde. Den ersten Unterricht ertheilte ihm sein Vater Franz, der vorhergehende Künstler ; er arbeitete aber gewöhnlich mit der Nadel , und daher sind seine Blätter von andern Künstlern mit dem Stichel vollendet. — In der letzten Zeit seines Lebens erlaubte ihm seine Gesundheit nicht mehr zu ar- beiten.
Man hat von diesem Künstler eine große Anzahl von Karikatu- ren, nach eigenen Zeichnungen geätzt.
Die Vignetten in Ladvocat’s Ausgabe der Werke Lord Byron’s, Die Brevets der Ehrenlegion. Marie Louise von Österreich, ganze Figur in reichem Kleide, nach eigener Zeichnung; fol. Die Vermählung der heil. Katharina, nach Parmegiano; kl. 4, David mit dem Haupte des Goliath, nach Guido Reni, mit Coiny gefertigt; gr. 8. Die Panathenäen, nach einem alten Basrelief, mit Niquet gestochen, beide für den Cours hist. et Clementaire. Das Grab der Musen, für dasselbe Werk. Christus in das Grab gelegt, nach B. Schidone und von Langlois vollendet; gr. fol. Der Sackpfeifer mit drei Bauern, welche singen, nach Teniers und von Langlois vollendet, kl. 4. Godefroy, John, Kupferstecher und Maler, wurde in London von französischen Eltern 1771 geboren, und von J. P. Simon in der Kunst unterrichtet. Er liess sich in Paris nieder und hier machte er sich durch mehrere schätzbare Blätter einen rühmlichen Namen, da er auch unter die Zahl der wenigen Stecher gehört, die nach eigenen Zeichnungen arbeiten.
Dies ist jener (F. oder John) Godefroy des Füssly, der im Supplement zum Künstler- Lexicon nicht wusste, ob er eine für sich estehende oder mit dem älteren Franz eine Person sei. Über- haupt ist bei Füssly der Artikel über die Godefroy etwas verwirrt.
Von dem Engländer Godefroy erwähnen wir folgende Blätter:
Das Bildnis des General Bonaparte, nach Görard, 1798.
Allegorie auf den Ruhm Bonaparte’s, nach Zeichnungen von Chaudet, Percier und Fontaine.
Das Bildnis der Mme. Barbier Walbonne, nach Gerard, 1799.
Das Bildnis des Balthasar Castiglione, nach Rafael.
L’éducation du Carlin, nach Mme. Chaudet, in punkt. Manier.
La fausse apparence, nach Schalle.
Le danger de la précipitation, nach demselben. Das Bildnis des ersten Consuls, nach Isabey, mit Lingue gestochen.
Piège tendu par l’amour, nach Collet, mit Pillement gestochen. Amor und Psyche, der Stich nach Görard’s berühmtem Gemälde, den Landon (Annales I, 200) ausserordentlich rühmt. H. 28Z., Br. 20 Z. Preis 160 Liv., u. v. d. Schrift das Doppelte.
Ossian im Mondscheine mit der Harfe am Bache, um ihn herum die in seiner Phantasie schwebenden Erscheinungen versinn- lichtet, nach Gerard, in Grabstichel- und Punzenmanier, aus- führlich beschrieben in Meusel’s Archiv IV. 00.
Der Tod des Hippolyt, nach C. Vernet, in derselben Manier.
Les cascatelles de Tivoli, nach Baltard, sehr grosse Landschaft, im ersten Rucke vor der Schrift.
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