Glykon von Athen, der Bildner des farnesischen Herkules

Glykon von Athen, der Bildner des farnesischen Herkules, jener colossalen Statue mit gewaltigen Muskeln, die aus der farnesischen Sammlung nach Neapel kam. Georg Ghisi hat sie im alten Zustande gestochen und Marius Kartarus dieses Blatt kopiert. Guglielmo della Porta hat die Statue ergänzt, gegenwärtig aber steht sie wieder auf eigenen Beinen, obgleich Michel Angelo die neuen für würdig erkannte, daran zu bleiben. Das Zeitalter des Glykon kann nicht bestimmt werden, und Plinius gedenkt weder des farnesischen Herkules, noch des Glykon, der doch ein großer Meister ist. Er selbst hat sich einzig auf seinem Werke genannt. Winckelmann glaubt, dass dieses Werk nicht älter sei, als der Herkules des Apollonius, und dieser soll der reinsten und geläutertsten Kunst angehören.

Ausser dieser berühmten Statue hat sich von Glykon nur noch die Basis einer Statue erhalten, welche im Museum Biscari zu Catanea aufbewahrt wird. Raoul-Rochette (lettre à M. Schorn p. 75) kopierte 1827 die Inschrift dieser Basis, wie folgt:

LAFRANAOHNA JIOZENOILEN.

Torremuzza (inscript. vet. Sicil. cl. VII. Nro. XVI. p. 60) hat sie falsch gelesen. Die Statue, die auf diesem Fussgestell stand, ist nicht gefunden worden, und vielleicht untergegangen. Die In- schriften auf beiden Werken aber gehören demselben Künstler an.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_FYTrAAAAMAAJ