Glinck’s Werke zeichnen sich durch Beschaulichkeit und Zartheit des Geistes aus. Die Composition seiner Gemälde ist einfach; häufig bestehen dieselben nur aus einer einzigen Figur, oder sie zeigen uns die Madonna mit dem göttlichen Kinde u. s. w. Aber in diesen Figuren herrscht Tiefe des Gefühls

Glinck’s Werke zeichnen sich durch Beschaulichkeit und Zartheit des Geistes aus. Die Composition seiner Gemälde ist einfach; häufig bestehen dieselben nur aus einer einzigen Figur, oder sie zeigen uns die Madonna mit dem göttlichen Kinde u. s. w. Aber in diesen Figuren herrscht Tiefe des Gefühls, und ungemeine Wahrheit des Ausdruckes. In seinen ersten Werken nahm er die alten deutschen Meister zum Vorbilde, und diese seelenvollen frommen Schöpfungen begeisterten ihn zu ähnlichem Beginnen. Übersdies hat sich Glinck auch als gründlicher Zeichner und als trefflicher Colorist bewährt, und in den Gewändern beurkundet er einen edlen Geschmack. Dabei sind seine Bilder von zarter Vollendung. Viele derselben erfreuten sich eines allgemeinen Beifalls bei sinnigen Gemüthern. Sehr lieblich ist seine heil. Jungfrau als Mädchen auf der Wiese in einem Buche lesend, das 1820 zur Ausstellung kam. Sehr schön und edel ist sein guter Hirt mit den Schafen an der Quelle, der auch durch Lithographie bekannt ist, und eine herrliche Gestalt ist die Madonna mit dem Kinde, welche Glinck in der Herzogspitalstraße am Hause seines Bruders, eines geschickten Kistlermeisters in München , auf Goldgrund malte. In der Metropolitankirche zu U. L. F. in München ist von seiner Hand das Festbild, welches den Heiland vorstellt, wie er siegreich aus dem Grabe emporschwebt, ein großes Gemälde.

Man hat von seiner Hand auch Zeichnungen mit biblischen Darstellungen, welche sich durch Charakteristik des Ausdruckes und durch Tiefe der Empfindung auszeichnen.

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