Giudici, Carlo Maria, Maler, Bildhauer und Architekt , wurde 1723 zu Viggiu im Mailändischen geboren. In seinem 30. Jahre studierte er in Rom die classischen Denkmäler der Kunst, und später liess er sich, ausgerüstet mit tüchtigen Kenntnissen, in Mailand nieder. Man rühmt sein Streben, wider die Gewohnheit seiner Zeit, einem reinern Style Eingang zu verschaffen und auf das Studium und die Nachahmung der schönen Natur aufmerksam zu machen, ein Beginnen, das in der Zeit des Verfalls der Kunst immerhin das grösste Lob verdient. Er errichtete in seinem Hause eine Schule, wo sich gute ältere und neuere Muster zum Studium vorfanden, so wie lebende Modelle, um nach denselben zu zeichnen und zu malen. Unter den Schülern, welche auf solche Weise bessere Grundsätze gewannen, nennt man Riccardi, Saletta, Vel- luti und besonders Andrea Appiani, von welchem Ticozzi sagt, dass er bestimmt war, die Malerei wieder zu jener Vorzüglichkeit zurückzuführen, welcher sie sich im Zeitalter Leo’s X. erfreute; allerdings eine sehr gewagte Behauptung.
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