Gitiadas, Bildner und Baumeister aus Lacedämon, Zeitgenosse des Canachus und Callon von Aegina. Sein Meister ist unbekannt, nach Hirt (Gesch. der b. K. S. 108.) wohl einer aus der Schule des Dipoenus und Scyllis oder Theodoros von Samos, der sich längere Zeit in Sparta aufgehalten hat. Die Angabe über dessen Lebenszeit war: früher irrig, da man ihn mit Callon bis zum ersten messenischen Krieg hinaufrückte. Durch Hofrath Dr. Thiersch und Professor K. Müller wurde nachgewiesen, dass dieser Künstler um Ol. 66 gelebt haben. S. auch Welker in den Hyperb. Studien S. 262. Gitiadas verfertigte zwei eherne Dreifüsse, ein Weihgeschenk der Spartiaten wegen des Sieges über die Messe- nier. Der eine zeigte die Statue der Venus, der andere jene der Athene. Gleichzeitig fertigte Callon den dritten Dreifuss für Gössern Ruhm, als durch diese Tripoden, begründete er durch den Tempel der Athene, die vom ehernen Hause den Namen trug (Chalcioecos), in Sparta. Schon in der Heldenzeit begonnen, war er endlich von Gitiadas vollendet, und auch die eherne Bildsäule der Göttin und die Reliefs an demselben sind von seiner Hand. Auf den Erztafeln an den Wänden bildete er Scenen aus der Mythe von Herakles, der Dioskuren , von Hephästos u. Perseus. Man sah die Thaten des Ersteren, den Raub der Leucippiden und die Unternehmung gegen die Gorgonen, die Befreiung der Mutter durch Vulkan, und was sich auf die Geburt der Minerva bezieht. Die Geburt der Athene und Neptun mit Amphitrite zeichnete sich durch Grösse und Würde besonders aus, wie Pausanias berichtet. Diese Erzbilder gaben selbst dem Tempel den Namen des erzenen. Gitiadas war auch Dichter, und verfertigte neben andern ein Loblied auf die Göttin selbst.
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