Girardet, Abraham

Girardet, Abraham, Kupferstecher , geb. zu Locle im Gebiet von Neufchatel 1764, gest. zu Paris 1823. Er bildete sich an der Akade- mie der Künste zu Paris und in dieser Stadt arbeitete Girardet auch die grösste Zeit seines Lebens. Man hat von seiner Hand eine bedeutende Anzahl schätzbarer Blätter, die er mit dem Stichel und mit der Nadel ausführte. Sie sind korrekt in der Zeichnung, zierlich und sehr vollendet. B. A. Nicolet war sein Meister,

Die Transfiguration, nach Rafael’s berühmtem Gemälde im Vati- kan, für das Musée Robillard 1806 sehr schön und zart aus- geführt, infolge ein Preisstück. Auf den ersten Abdrücken sind die Worte: Rafael Sanzio pinx. Andre Dutertre del., bloß mit der Nadel angezeigt, und An. 14 ist gestochen. In einigen Abdrücken ist das: An. 14. nicht zu sehen. Galt bei Rigal’s

Auktion 67 fr, I /

Der Raub der Sabinerinnen, nach Poussin, für das Musée royal gestochen, fol. Es gibt Abdrücke vor der Schrift und solche mit angezeigter Schrift. ;

Die Apotheose des Augustus und die Inauguration des Tiberius, nach Bouillon’s Zeichnung. In den ersten Abdrücken sind die Namen des Zeichners und Stechers nur mit der Nadel einge- rissen. (Logette 52 fr.) ,

Das Abendmahl, nach P. Campagne, ein vorzügliches Blatt (Mus. Nap.) H, 7 Z.. Br. 15 Z.

Im ersten Drucke vor der Schrift galt es in der Auktion von Rigal 64 Fr. ,

Der tote Heiland, nach And. del Sarto.

Der Centaur, nach der Antike.

Der Triumph des Titus, nach Giulio Romano, Ab. Girardet sculp. 1810 — Jules Romain pinxit, für das Mus. royal gestochen.

Man hat Abdrücke vor der Schrift, solche vor der Ueberarbeitung am Himmel, mit mehreren Figuren, mit dem Triumphbogen zur Rechten und vor den Namen des Malers, Zeichners (Bouillon) und Stechers. i

Der unter dem Namen der heil. Capelle bekannte Camee für die Iconogr. grecque et romaine, H. 11 Z. @L., Br. 9 Z. 9 L.

Der Gladiator, nach der Antike,

Eine Landschaft, nach Poussin,

Scene aus dem Leben des Regulus, Vignette nach Moreau jun. Sehr selten.

Das Titelblatt eines Bandes der Voyage d’Egypte. fol,

Ein Cartel mit dem Wappen Frankreichs, nach Lafitte.

Die letzten Augenblicke des Herzogs von Berry, nach Fragonard, von Pigeot vollendet, die letzte Arbeit des Künstlers.

Die Vignetten für die Ausgaben des Horaz und La Fontaine’s, die Didot in 4 besorgte; zu St. Victor’s Uebersetzung des Ana- kreon, nach Girodet’s, Percier’s und Boaillon’s Zeichnungen.

Verschiedene Blätter für die Ausgaben von Racine’s und Voltai- re’s Werken in fol. und 8., nach Chiaudet und Morcau,

Dieses ist jener Girardet, von welchem Füssly im ersten Supplementbande zum Künstler-Lexicon nach Meusel, Mus. XIV. 42. noch sechs in Aquatinta gestochener Blätter mit Scenen aus der Geschichte W. Tell’s erwähnt. Sie sind nach Girardet’s eigener Erfindung, aber, der Angabe nach, schlecht gedruckt.

Dieser Girardet ist wieder eine Person mit jenem, Ab. Girardot bei Füssly, wo ihm nach dem Journal für bildende Künste S. 217. zwei Blätter beigelegt werden, die Scene aus Gessner’s Sundfluth: Semiro und Semina, und der Tod der Virginia, letzteres brillant ge- stochen. ;

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