Gillray, James — berühmter Karikaturenzeichner und Kupferstecher, ein Mann, der vielfach in das politische Leben seiner Zeit eingriff, aber er diente nach Umständen der Opposition und der Ministerialpartei. Er war der Sohn eines Invaliden und um sein Brot zu verdienen, sollte er Schriftstecher werden, was dem jungen Gillray nicht gefiel, weshalb er sich einer Comödianten Gruppe anschloss. Nachdem er einige Zeit das Land durchzogen hatte, ging er nach London und hier ergab er sich in Somerset House mit Eifer den Kunststudien. Er stach, ätzte und malte mit Beifall, anfangs ernsthafte Dinge; gab aber bald dem Hange zur Karikatur nach, und hierin erwarb er sich europäischen Ruf. Ganz London erkannte sein Verdienst und es fürchtete den Künstler , da keiner die menschliche Gestalt so charakteristisch in ihrer karikirten Seite hervorheben konnte, als er. Gillray besaß die Gabe jede Physiognomie, selbst wenn er sie nur einmal gesehen, richtig aufzufassen und mit genauen Zügen den John Bull in seiner Hagerkeit oder Beleibtheit nach allen Dimensionen darzustellen. Die Gestalten sind immer originell, denn Gillray hatte eine unerschöpfliche Einbildungskraft. Dabei war er ein wissenschaftlich gebildeter Mann.
An der Zeitung von 1791 und 1792 sind mehrere Aufsätze von ihm, und interessant ist der beissende Brief an den Alderman Boydell, am stägischen Pfuhl von einem Kupferstecher geschrieben. Der Engländer Fores hat seine Karikaturen häufig im verjüngten Maßstabe copirt, denn er war nicht im Stande etwas zu liefern, das Gillray’s Werken gleichkam. Solche Copien wurden auch öfters für Original genommen.
Im Jahre 1825–1826 erschienen zu London seine Zeichnungen in einer Sammlung, unter dem Titel: The caricatures of Gillray with historical and poetical illustrations etc. Etliche Jahre vorher scheint Gillray gestorben zu sein, an 70 Jahre alt.
„Village train“, mit zwanzig Versen 1784, gr. qu. Fol.
„Deserted village“, mit zwanzig Versen, das Gegenstück.
„Die Strandung des Pacaues’ Bots Nancy (The Nancy)“, 1784, in Aquatinta, gr. qu. Fol.
„Die Strandung des Ostindienfahrers Halswell und das Schiff“
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