Gillot, Claude

Gillot, Claude, Maler und Kupferstecher , geboren zu Langres 1673, gestorben zu Paris 1722. Sein Vater, ein mittelmässiger Ma- ler, ertheilte ihm den ersten Unterricht, und dann schickte er ihn nach Paris zu J. B. Corneille. Hier fügte sich Gillot keiner stren- gen akademischen Bildung, er zog es vor unter der Volksmenge bei Possenreissern seine Studien zu machen, und daher stellen seine Gemälde meistens Charlatanien, Tänze, Kostbarkeiten u. d. gl. vor. Wenige sind ernsten Inhalts. Er ist einer der ersten Künstler, welcher Gesellschaftsstücke malte, doch wurde er über seinem Schüler Watteau bald vergessen, was den Meister so ver- dross, dass er von nun an die Radier-nadel vorzog. Doch auch der In- halt seiner Blätter ist jenem seiner Gemälde ähnlich. Er gefiel damit und Watteau rühmt ihn auch wegen seiner verständigen Behandlung der Nadel und wegen der kräftigen Wirkung, die er ohne grosse Stärke des Tons und ohne die Mittel des Helldun- kels erreichte. In der Zeichnung ist er nicht korrekt, und auch in Bezeichnung charakteristischer Eigenthümlichkeiten ist er nicht gar hoch anzusetzen, besonders wenn man seine schielenden Sil- phen betrachtet. Sein Werk ist indessen bedeutend, und diese Blätter fanden solchen Beifall, dass mehrere nachgestochen wurden. Das durch Satyrn unterbrochene Dianenfest, kl. Fol. Satyrn und Bacchanten feiern das Fest des Bacchus, kl. Fol. Waldgötter und Nymphen feiern das Fest des Pan, kl. Fol. Das Fest des Pan, Fol. Das Fest des Waldgottes Faun, kl. Fol. Teufel mit Hexen im Vereine. Vier Blätter satyrischen Inhalts: La naissance, l'éducation, le mariage, les obseques, ein jedes Stück mit acht Versen, qu. Ol.

Wenige Blätter ähnlichen Inhalts: „La passion des richesses,“ „La passion de l’amour, la passion de la guerre, la passion du Jeu,“ mit Versen.

Vier symbolische Blätter in Einfassung: „Le grand hiver de l’an 1700; Ceres affligée de voir la terre sterile; Vagabonde &levée par la fortune; la justice détruisant d’un seul de ses rayons la fortune des agioteurs.“

Zwei Blätter mit Flintenverzierungen, mit Berain gestochen. „La laitière et le pot renversé.“

Eine Folge von 11 Blättern, anscheinlich nach Callot. Das erste stellt einen Commandanten vor.

„Der Traum des heiligen Josephs“, kleines geätztes Blatt, Engel krönen das Jesuskind und reichen ihm Blumen. Im ersten Drucke vor der Schrift.

„Die Jünger in Emaus.“

„Das Leben Jesu Christi“ in 64 Blättern. Es gibt reine Aetzdrücke.

Die Darstellung zu La Mothe’s Fabeln in 469 (?) Blättern.

116 kleine Blätter für die Duodezausgabe derselben Fabeln.

Livres de Portieres, 6 Bl. Es gibt davon auch Aetzdrücke, Caylus, C. Cochin, Joullain, Huquier, J. Sarrabat und andere haben nach ihm gestochen.

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