Gherardi, Christoforo, genannt Doceno, Maler von Borgo
S. Sepolcro, Vasari’s Gehülfe. Sein Meister war Rafael, dal Colle,
dem Vasari hatte er sich aber fast unentbehrlich gemacht; denn
keiner führte dessen Zeichnungen mit einer zöleren Freiheit und
so schnell aus, als dieser Doceno. Im Vresco räumte ihm Vasari
sogar den Vorzug über sieh ein, er ist aber in den Tinten nicht kräftiger
als dieser Meister. Doceno malte Arabesken, Landschaften , Histo-
rien, Früchte und Thiere, Alles mit grosser Gewandtheit, und mit
einer gewissen oberflächlichen Zierlichkeit, die damals gefiel. Ar-
beiten von seiner Hand sind in Rom , zu Neapel , Perugia und
Florenz , Vieles aber, mag zu Grunde gegangen sein. Der Tod
ereilte ihn in seiner Vaterstadt oder 1556, in einem Alter von
ungefähr 56 Jahren. Cosmus I. liess auf sein Grab eine Marmor-
büste und die Inschrift: Pingendi arte praestantissimus setzen, so
sehr ehrte er seine Schnellmaler Doceno. und Vasari. Letzterer alt
ihm gar als der Princeps artis, dem nach seiner Ansicht Titian nicht
gleich kam. Vasari a5tl.aoin Leben beschrieben.
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