Geyser, Christian Gottlieb, (Theophilus), Kupferstecher
mit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Görlitz im Weimari-
schen 1772, gest. zu Eutritzsch bei Leipzig 1803. Er sollte sich
zu Leipzig der Jurisprudenz widmen, fühlte aber grössere Neigung
für die Kunst, und so beschloss er bei Oeser sich derselben aus-
schliesslich zu widmen. Er machte bald die erfreulichsten Fort-
schritte, und desswegen wurde ihm auch bei Zeiten eine Professor-
stelle an der neu errichteten Zeichenschule in Leipzig zu Theil,
Oeser gab ihm seine Tochter zur Ehe, mit welcher er in glückli-
chen Verhältnissen lebte. Im Jahre 1770 legte er seine Stelle ni-
der und zog mit einer kleinen Pension auf das Land, weil er für
das Landleben immer grosse Vorliebe hatte. Er äusserte auch oft,
dass er unter freiem Himmel sterben möchte, was auch wirklich
geschah, denn es traf ihn auf dem Spaziergange der Schlag.
Geyser’s Werk beläuft sich auf 3000 Blätter, in welchen er sich
der reinen Nadel bediente, oder die Nadel mit dem Stichel auf
verständige Weise verband. Es sind dieses Bildnisse, Landschaften, Vig-
netten, und verschiedene andere höchst schätzbare Stücke in grös-
serem und kleinerem Formate.
Von seiner Hand sind die Vignetten, welche Utz Gedichte zieren,
und hierauf gab er mehrere grosse Landschaften mit Figuren, nach
Pynacker, Wouvermans, Ferg u. a. heraus.
Von ihm sind auch die Vignetten in Heyne’s Prachtausgabe des
Virgil, wozu der bekannte Maler und Schriftsteller Fiorillo die
Zeichnungen lieferte;
Die Blätter in Hirschfeld’s Theorie der Gartenkunst.
Die Vignetten in Westenrieder’s Leben des guten Jünglings En-
gelhof, nach Dorner sen.
Verzierungen zu der Huber’schen Uebersetzung des Win-
ckelmann.
Das Nymphenbad, nach F. Moucheron, fol:
Amor im Aufstrich verkauft, nach Oeser, kl. fol.
Das Johannisfest, nach N. Knupfer.
Sara führt die Hagar zu Abraham; nach S. de Bray, gr. fol.
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