Gessner, Salomon — Gessner, Conrad.
- „Musgabe angedeihen; deren erster Theil , der zweite 1777 er- schien; der dritte Theil, welcher den Tod des Autors enthalten sollte, kam nie heraus. A N
Vom Jahre 1780–88 schmückte er den „Helvetischen Almanach“ mit kleinen Radierungen weißer Prospecten aus.
Eine beträchtliche Anzahl Vignetten von seiner Hand ziert die Verlagswerke der Oreil’schen Buchhandlung, deren Mitglied er war.
Vortrefflich und geistreich sind die Blätter zu „Mudibras“ und die Vignetten zu der „Eschen“-Ausgabe der Shakespeare-Übersetzung des
Shakespeare. Besonders verschönerte er eine „Ausgabe seiner Werke, und Diderot’s Erzählungen in vollen Blättern.“
Aber nicht bloß in Kupferstichen hat Gessner sein Talent gezeigt, sondern auch in Gemälden. Sie sind nur in Wasserfarben gefertigt, doch von möglichster Vollendung. Haine und Tempel, Gebäude in edlem Stil, zerfallene Denkmale, Felsenwände, Wasserfälle, badende Nymphen und kleine Satyrn, die mit Hirtenknaben sich zum Tanze schlingen, sind Gegenstände seiner schönsten Gemälde. Sie sind in Frankreich , England , Russland , Deutschland und der Schweiz zerstreut, wo seine Familie eine auserwählte Sammlung seiner Arbeiten in einem prachtvollen Kupferwerke von 24 Gross-Folio-Blättern der Welt bekannt gemacht hat. Die Originale hat C. M. Kolbe in 6 Heften mit fester Radieradel in ihrem eigenthümlichen Charakter wiedergegeben.
Indessen muss man nicht glauben, dass dieser, von den Formen und Idealen des Perikleischen Zeitalters begeisterte Künstler dem Adel entgangen; seine künstlerischen Schöpfungen waren oft das Meisterwerk und Kritik der richtenden Schöngeister. Seinen Figuren warf man in mündlichen und schriftlichen Äußerungen Härte vor. Andere tadelten die Monotonie seiner Frauenköpfe, wieder andere vermissten in seiner Architektur schulgerechte Perspektive und richtige Verhältnisse. Die Lüfte sollen ihm nie ganz gelungen sein. Einige Mängel lassen sich allerdings in Gessner’s Werken entdecken, doch wird ihm stets der Nachruhm bleiben.
Die sämtlichen radierten Blätter dieses Künstlers — 33 Blätter incl. des Portraits, kosteten 70 Thlr. In Weigel’s Katalog I S. 59 sind sie auf 10 Thlr. gewertet.
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