Gessi, Franz, Maler von Bologna , *geb. , gest. 1640. Aus einer adeligen Familie entsprossen, sollte er sich den Wissenschaften widmen, machte aber keine Fortschritte und auch D. Calvart und I. B. Cremonini jagten ihn wegen seines unruhigen Geistes aus der Werkstätte. Ruhiger wurde er unter G. Reni’s Leitung, und bei diesem Meister gewann er ungemein an Zierlichkeit und Lieblich- keit des Stils. Guido rühmte sich auch seiner und setzte ihn ne- ben G. Semenza jedem Bologner Meister gleich, dafür aber lohnte ihn Gessi mit Undank und Verfolgung. Doch malte er stets in Guido’s Weise und seine Erfindungen waren voll Geist. In der
technischen Fertigkeit übertraf er den Meister, aber eben diese Leichtigkeit missbrauchte er in der Folge, wie alle Schnellmaler. Er, der sich durch die Darstellung des heil. Franciscus in der Nun- ziata zu Bologna den Namen des zweiten Guido erworben hatte, leistete jetzt nur mehr Oberflächliches, Kaltes, nicht selten Vergleichs- netes. Zartheit und eine gewisse Zierlichkeit des Charakters, war alles, was nach obenhin das Auge einnahm. Er suchte Guido’s zweite Manier nachzuahmen, er ist aber mattier und trockener, als jener Meister, nicht so kräftig im Auftrag und im Vergleich mit Guido Reni untersuchte man nun, ob ein Bild ein schwacher Guido oder ein Gessi sei.
Gessi hatte in Bologna eine besuchte Schule, aber erst nach Gui- do’s Abtreten.
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