Gertener, Madern, der Werkmeister (Baumeister ), dessen man sich beim Bau des Domturmes in Frankfurt a. M. bediente. Seiner wird zuerst erwähnt in dem Verzeichniss aller Bürger, welche im Jahre 1387 nach beendigten Unruhen dem Rathe Treue schwuren.
Dieser Gertener führte schon Ende des 14. Jahrhunderts in Frankfurt städtische Bauten, und seit dem Jahre 1411 sehen wir ihn beim Dombau angestellt. Ursprünglich hatte die Kirche zwei Thürme, die aber schon den Einsturz drohten, so dass sie ausgebessert werden mussten. Keine Abbildung der alten Kirche mit den beiden Thürmen. S. Passavant’s Kunstreise S. 432. Von dieser alten Kirche ist nur noch das dreifache, auf Säulen ruhende Schiff übrig, und die nach Süden gerichtete Hauptthüre steht ebenfalls noch im Innern, da von aussen drei Capellen angebaut sind. Im Jahre 1415, den 6. Juni, wurde der Grundstein zum neuen Turme gelegt, und der Werkmeister Madern Gertener bekam einen jährlichen Gehalt von 10 fl. und dazu zwei andere Fährliches Geschenk. Der ursprüngliche Plan ist nicht mehr vorhanden; die drei noch im Archive vorhandenen Aufrisse sind nach Passavant von spätern Meistern. Madern starb wahrscheinlich um 1432, denn in diesem Jahre erscheint Meister Leonhard als Werkmeister, und auf ihn folgten noch mehrere andere. Die berühmtesten folgenden Werkmeister waren wohl Hans von Ingelheim und Jakob von Ettlingen. Die ausführliche Geschichte des Baues in Passavant’s erwähntem Werk.
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