Germain, Pierre, Goldschmied und Stempelschneider, geb. zu Pa-
ris 1604, gest. 1682. Sein Vater war Goldschmied und auch er
zeigte schon frühe grosse Liebe zu dieser Kunst, worin er sich
in der Folge sehr auszeichnete. Schon als Jüngling von zwanzig
Jahren verwendete ihn Le Brun zu verschiedenen Arbeiten und
stellte ihn Ludwig XIV. vor, der dem Künstler auftrug, die Haupt-
momente seiner Regierung auf goldene Platten zu ciseln, und
dann zum Einbande der Bücher, in welche die Eroberungen des
Königs beschrieben waren, dienten. Dieses Werk verschaffte ihm
anderweitige zahlreiche Aufträge und eine Wohnung im Louvre .
Er verzierte die Galerie in Versailles und auch die Gemächer des
Königs ebenfalls. Die Prinzen und Grossen des Reiches wollten Ar-
beiten von seiner Hand haben, allein die Anstrengung kostete ihm
in der Blüthe der Jahre das Leben. Man hat von seiner Hand auch
eine grosse Anzahl von Medaillen und Jetons, welche die Thaten
Ludwigs des Grossen darstellen.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_FYTrAAAAMAAJ