Gerhard, Meister, der Steinmetz, angeblicher Erbauer des Kölner Doms. Die Geschichtschreiber schweigen über diesen Meister, wie fast über alle Baumeister des Doms. Dr. Boisserge in seiner Geschichte und Beschreibung des Doms zu Köln hält Gerhard für den ersten unter ihnen, und also auch für den Urheber des so er- habenen als kunstreich gedachten Entwurfes. Im Jahre 1257 schenkte das Domkapitel Meister Gerhard dem Steinmetzen, welcher das ganze Werk leitete, wegen seiner belohnenswerthen Dienstleistun- gen einen Platz, wo er auf seine Kosten ein großes steinernes Gebäude erbaut hatte, wie aus einer Urkunde des Copialbuch des Kölnischen Domarchivs hervorgeht, und worauf Dr. Boisserge seine Vermutung gründet.
Meister Gerhard lebte bis gegen Ende des 13. Jahrhunderts und hinterließ drei Söhne und eine Tochter, alle geistlichen Stan- des, Mitglieder hochangesehener Stifte, von Abteyen und Klöstern. Wahrscheinlich wurde unter Mitwirkung des Meister Gerhard auch die Abteikirche zu Altenburg erbaut. Auch dürfte dieser Gerhard muthmasslich wohl der nämliche seyn, der unter den Stiftern und Wohlthätern des Ursula-Spitals in Köln vorkommt, und dort der Werkmeister vom Dom gewärd.
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