Gerard, Marguerite

Gerard, Marguerite, Genremalerin zu Paris , die nach Gabet 1761 zu Grasse (Var) geboren wurde. Sie bildete sich unter der Leitung von H. Fragonard, ihres Schwagers, und von einem trefflichen Tal- ente unterstützt, gelangte sie zu grossem Rufe. Ihre Bilder gefielen wegen der Naivetät, und Anmuth der Gegenstande wegen der Lieblichkeit des Pinsels, und desswegen wurde der grösste Theil ihrer Werke gestochen. Es sind dieses junge Mütter mit ihren Kindern in verschiedener Lage und Beschäftigung, zärtlich unter- richtend oder zum Gebete anleitend, immer in zarter Weib- lichkeit. Selbst die Grossmutter wurde manchmal in den Kreis ge- zogen, und gerne stellte sie die Wirkung eines Liebesbriefchens dar, doch immer züchtig, mit Andeutung als käme es der jungen Gattin vom fernen Gemahle zu. Ueberhaupt bewegte sie sich gerne im Kreise der Darstellung aus dem zarten häuslichen Leben, sie selbst aber blieb unverehlicht, denn Gabet nennt sie noch 1830 Mademoiselle. Im Jahre 1808 malte sie jenes Bild, welches unter dem Titel: Clémence de l'empereur Napoléon in Berlin bekannt wurde. Ihre Gemälde sind in verschiedenen Galerien zerstreut.

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