Gentileschi, Orazio

Gentileschi, Orazio, Historienmaler von Pisa , eigentlich O. Lomi, von einem Oheime de’ Gentileschi genannt, geb. 1563, gest. 1646. Er bildete sich in Rom nach den besten Mustern, und besonderen Einfluss übte auch A. Tassi’s Freundschaft auf ihn. Letzterem Meister malte er die Figuren in der Loggia Rospigliosi, in grossem Saale des Quirinals und an andern Orten. In Rom malte er auch Tafeln für Kirchen, besonders für alla Pace, doch sind diese Gemälde nicht so gut, als die späteren, in denen sich der Einfluss der lombardischen Meister in der schönen Farbengebung und der Abstufung der Töne aussert. Aus dieser Zeit rühren meh- rere Cabinetstücke her, die in die römischen Paläste übergingen. Die schönsten erkannte Lanzi im k. Palaste zu Turin und in einigen Häusern zu Genua . Gentileschi stand in grosser Achtung und Van Dyck nahm sein Bildnis in die bekannte Sammlung dieses Künstlers auf. Sein Ruf drang nach Frankreich und von diesem Lande ging Orazio nach England. Karl I. gab ihm in London eine freie Wohnung und ansehnliche Besoldung, wofür er einige Decken der k. Paläste, besonders zu Greenwich, verzieren musste. Diese Malereien, so wie ähnliche in fürstlichen Palästen, führte er auf Leinwand aus, daher sie den Ort wechselten. In England malte er auch Bildnisse, doch fand er damit nicht so viel Beifall, als mit seinen Historien, deren er in London viele hinterließ, denn er verweilte hier zwölf Jahre. Dem Könige widmete er ein Zeichenbuch.

Orazio Gentileschi ist weniger bekannt, als er es verdiente. In Weigel’s Catalog I. 67 ist die Zeichnung einer seiner heil. Familien auf 5 Thlr. gewertet.

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