Gentile, Antonio, Bildhauer und Goldschmied von Faenza , der zu Rom für Päpste und Fürsten arbeitete: Kreuze, Leuchter und andere Geräte, die mit Figuren, Fruchtgewinden, Thieren, etc., sehr künstlich geziert waren. Die Carthäuser in Neapel erwarben von ihm ein silbernes Crucifix, an welchem er 14 Jahre arbeitete, und wofür der Trefflichkeit wegen 12000 fl. bezahlt wurden. Von ihm sind die zwei silbernen Leuchter und ein Crucifix, welche den Hochaltar der St. Peterskirche in Rom zieren. Michelangelo fertigte dazu die Zeichnung. Diese Stücke schenkte 1581 der Car- dinal Farnese der Kirche. S. Beschreibung Rom ’s von Bunnen ete., 31.1. Abth. S. 203.
Man hat von A. Gentile’s Hand auch ein kräftig geätztes und mit grober Nadel radirtes großes Blatt, die Abbildung des kost- baren, reich mit Figuren in Silber, Kristall und Lapis Lazuli verzierten Kreuzes, auf dem Hauptaltare der Petrizianischen Kapelle in Rom, von Antonio 1582 gearbeitet, ganz im Geiste Michel Angelo’s. Diese
100 Gentile, Antonio, — Gentileschi, Artemisia,
Abbildung besteht aus 5 Blättern. In der Beschreibung des K. Kupferstich-Cabinets zu Kopenhagen von Rumohr und Thiele, wird S. 91. die untere Hälfte dieses Werkes erwähnt. Es ist be- zeichnet: Antonius gentilis Faentinus aurifex inventor et sculpsit anno aetatis 51. .
Gentile starb zu Rom 1609 im 90. Jahre.
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