Genoels oder Genaels, Abraham, Landschaftsmaler und Ku- pferstecher, genannt Archimedes, geb. zu Antwerpen 1638 oder 1640. Sein erster Meister war J. Bakereel, bei welchem er vier Jahre verweilte, bloß mit der Portraitmalerei beschäftigt, bis er endlich seinen Beruf als Landschaftsmaler erkannte. Nachdem er jetzt bei Firelans zu Herzogenbusch Perspektive und Mathematik studiert hatte, ging er nach Paris , wo er mit L. Frank und F. Millet in- nige Freundschaft schloss und bald bekannt wurde. De Seve be- diente sich seiner Hilfe bei der Ausführung der Tapeten des Mi- nisters Louvois, und unser Künstler malte acht grosse Landschafts- Tableaux; verschiedene andere Werke, die er für französische Große ausführte, vermehrten seinen Ruhm von Tag zu Tag. Karl Le Brun ward bei dem Anblicke einiger solcher Gemälde so be- friedigt, dass er den Künstler aufmunterte, für die Gobelins zu arbeiten, und nun befand sich Genoels auch bald unter der Zahl der Akademiker . Mehrere seiner Collegien bedienten sich seines Pinsels, und auch Le Brun liess durch ihn die Gründe seiner Ale- xanders-Schlacht malen.
Endlich zog ihn die Vaterlandsliebe wieder in die Heimat, wo ihn bedeutende Aufträge einige Zeit beschäftigten, bis er 1674 nach Rom reiste, wo ebenfalls sich bald sein Ruhm verbreitete. Hier er- hielt er in der Schilderent den Namen Archimedes, wegen seiner Kenntnisse in der Mathematik. In Rom lag er mehr dem Studium als dem Erwerbe ob, und daher übertrifft die Zahl seiner Skizzen und Zeichnungen jene der Gemälde dieser Epoche bei weiten. Nach fast achtjährigem Aufenthalte in Rom kehrte Genoels nach Frank- reich zurück, wo ihn die vorteilhaftesten Anerbietungen zurückhalten
sollten. Doch vergebens; der Künstler ging 1682 nach Antwerpen, und hier starb er im hohen Alter. Genoels war ein fleißiger Beo- bachtter der Natur und in technischer Hinsicht kann man sagen, dass er keinen Pinselstrich an unrechter Stelle machte. Seine Fär- bung ist wahr und kräftig, und in der Composition ist er immer geistreich zu nennen.
Seine geätzten Blätter sind in einer breiten Manier gefertigt, mehr Skizzen als beendigte Arbeit. Grossen Effekt beabsichtigte er dabei nicht, doch sind diese Blätter mit angenehmer Nadel gegeben: Bartsch P. gr. IV. 321. beschreibt von seiner Hand 73 Stücke, doch glaubt er, dass es nicht ausgemacht sei, dass Genoels nicht mehrere Blätter geliefert habe. Der Rigal’sche Catalog hat auch wirklich noch 7 andere Stücke. Sie sind nach eigener Zeichnung ausgeführt, und die Angabe Basan’s, dass Genoels auch nach van
er Meulen gestochen, ist ein Irrthum.
Die Landschaft mit zwei am Ufer des Flusses knickenden Figuren.
Durchmesser der Höhe 2 Z. 4 L., jener der Breite 2 Z. 8 L.
Dieses sehr leicht und geistreich geätzte Blatt ist eben so selten.
Die Landschaft mit einem architektonischen Monumente, das
Die Blätter sind von der Gegenseite und statt des mön hier inv. (invenit.). Das erste dieser 6 Stucke hat Sandrar
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