Genga, Girolamo, Maler, Bildhauer und Architekt, geb. zu Urbino , gest. . Er sollte Leinweber werden, verwarf aber den Webstuhl mit der Pallete. Seine Meister wären Signorelli und Perugino, und in Florenz und Rom suchte er auch an-
dere ‚classische Muster auf, um durch das Studium derselben größere Selbstständigkeit zu erlangen. In Rom richtete er besonders sein Augenmerk auf die antiken Baudenkmäler und hinterließ auch ein handschriftliches Werk darüber. Gleichwohl beschäftigte er sich überwiegend mit der Architektur ; doch auch in der Malerei nennt ihn Vasari tüchtig; doch sind die Malereien, welche er allein ausführte, untergegangen. In Orvieto half ihm Signorelli, in Urbino , wo er für Francesco Maria D’Este arbeitete, stand ihm Timoteo della Vite zur Seite und in Pesaro Rafael del Colle u. a.
Im Palazzo Savini zu Siena werden ihm einige Historien zugeschrieben, die an Raffaels erste Manier erinnern sollen. Lanzi rühmte sie noch mehr als jene des Signorelli, der hier ebenfalls malte. Lanzi nennt seine Auferstehung in S. Catharina da Siena zu Rom ein schönes und seltenes Bild. Er malte auch viele perspektivische Darstellungen für Schaubühnen und Decorationen in Hallen.
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