Genelli, Bonaventura

Genelli, Bonaventura, berühmter Zeichner und Maler, wurde 1803 zu Berlin geboren. Sein erster Lehrer war sein Vater Janus; und hierauf besuchte er die Akademie der Künste seiner Vaterstadt. Hier blieb er zwei Jahre, und um 1820 ging er nach Italien, um in Rom an der klassischen Quelle seine Studien fortzusetzen. Er machte sich mehr durch Zeichnungen, als durch Ausführung größerer Werke bekannt; in seinen Compositionen herrscht aber ungeheure Tiefe der Erfindung, und höchste geniale Phantasie.

Die Anzahl seiner Zeichnungen ist beträchtlich, theils in Aquarell ausgeführt, theils in Umrissen mit der Feder. Diese Zeichnungen sind in Italien , Deutschland und England verbreitet. Die Brüder Brockhaus in Leipzig besitzen von ihm die Entführung der Europa , Simson und Delila, Rebecca am Brunnen. und .} Kus unter den Musen.

Dr. Härtel in Leipzig bewahrt den Brautzug des Bacchus' imit der Artadne, Aesop, der den Hirten seine Fabeln erzählt; Homer , wie er den Athenern seine Gedichte recitirt; Apollo unter den Hirten etc. .

Der Engländer Dr. Nott erwarb die Zeichnung mit der Vertrd- bung aus dem Paradiese und Juseph bei Putiphars Frau. Es &t uns indessen nicht möglich, alle Zeichnungen des Künstlers auf- zuzählen, da der Besitz wechselt. Sie sind theils mit, theils ohne Namen des Urhebers, nie mit einem Monogramme versehen:

Im Jahre 1832 begab er sich von Rom nach Sachsen , um in Leipzig die Ausführung von Frescogemälden zu übernehmen. Der Buchhändler Dr. Härtel beschloss einen Saal seines Gartenhauses mit Frescogemälden verzieren zu lassen, und die Wahl fiel auf Genelli. Er sollte an der Decke Bacchus und die Musen darstellen, letztere, wie sie nach der Musik des Comus tanzen, und . um die Darstellung herum zieht sich eine Einfassung von Arabesken; In den übrigen Theilen des Saales sollten theils andere Scenen aus der Mythe des Bacchus vorgestellt werden, theils für sich bestehende mythologische Bilder, allein es wurden nur zwölf Gemälde über den Fenstern in Fresco ausgeführt, Liebesgötter in verschiedenen Handlungen; die Compositionen, welche an der Decke und an den Seiten hätten Platz finden sollen, blieben in der Zeichnung. Brockhaus hat jene der Decke des Saales. &n an

In Weigel’s Catalog II, S. 117 ist eine Zeichnung mit Bacchus und Comus in einer Einfassung von Blumengewinden auf 20 Talr. gewerthet. Sie ist in Aquarell ausgeführt.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_FYTrAAAAMAAJ