Geiseler, Peter

Geiseler, Peter, Bildhauer zu Wien, geb. zu Sacksdorf am Rhein

1782, brachte es vom Hirtenjungen zur hohen Kunstfertigkeit in

seinem Fache. Der Pfarrer des Ortes nahm sich des hilflosen Kna-

ben an, und brachte ihn zu einem Bildhauer in die Lehre, den er

in kurzer Zeit erreichte, worauf er sich nach Frankfurt zu dem

berühmten Bildhauer Fülling begab, und demselben die kunstvoll-

sten Arbeiten verfertigen half. Er legte in den größten Städten

Teutschlands Proben seiner Kunst ab, und liess sich in Wien

nieder. Hier half er bei den Arbeiten in den herzoglich albertini-

schen Zimmern, so wie in dem K. k. Rittersaal in der Hofburg,

lieferte auch mehreres im Palais des Fürsten Rasumofsky auf der

Landstrasse.

Im Jahr 1810 verfertigte Geiseler für den Fürsten Metternich

das Familien-Wappen von 18 Zoll in der Höhe und eben solcher

Breite, welches auf der Kunstausstellung alle Bewunderung

auf sich zog. Ferner verdienen besondere Beachtung ein in der

österreichischen Kirche zu Wien befindliches heiliges Grab, im March-

äz’lde zu Stadelau ein Hochaltar in korinthischer Ordnung. Zwei

Stücke seiner schönsten Arbeiten befinden sich in Constantinopel :

Zwei Füllhörner, aus dem einen Früchte, aus dem andern Blu-

men spriessend, in der Mitte ein Nest, wo sich zwei Vögel lie-

bend atzen u. s. w. Er arbeitet in Ton, in Wachs, in Gyps, in

allen Gattungen Holz, Sandstein, Marmor und weichem Metalle,

schnitzt auch in Holz nach Albrecht Dürer’s Manier u. s. w. Nach-

richten über diesen Künstler findet man in Hormayrs Archiv 1823,

Nr. 5.

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