Geerarts, Marc

Geerarts, Marc, auch Gerard, Garrard, Guerards, Gar-
rats und Gerardus, Maler und Kupferstecher von Brügge ,
ein Künstler, den Vasari seiner Miniaturen wegen lobt; der Com-
mentator Bottari aber verwechselt ihn mit Gerhard Honthorst, von
dem Vasari noch nicht sprechen konnte. Sein Geburtsjahr kennt
man nicht genau, doch dürfte er um 1550 erfolgt sein, und das
Todesjahr setzen Einige irrig in , da der Künstler erst 1655
in England starb.

Dahin reiste er um , um der Königin Elisabeth zu dienen.
In der Folge nahm ihn die Königin Anna in Dienste, und daher
finden sich seine meisten Werke in England. Darunter sind die
Porträts zahlreich, dabei sehr ähnlich und mit Geist aufgefasst,
aber nicht sorgfältig vollendet. Zu den wichtigsten gehören die
Bildnisse der zwei Söhne Jakobs I., Heinrich und Carl, und sein
eigenes, das er 1627 vollendete. Ausserdem malte er eine Prozes-
sion der Königin nach Hundsdon-House, die von Vertue gesto-
chen wurde.

Im Schlachtfelde zu Waterloo aufgerichtet wurde. Von sti-

chen und beschrieben wurde. Im Jahre 1584 machte er einen ande- ren feierlichen Zug mit allen Rittern des Husenbandordens, eben- falls gestochen von Vertue für das Werk von Ashmole über diesen Orden.

hatte den sonderbaren Einfall, stets ein Mädchen anzubringen, das

isst. Außerdem malte er auch Historien und Architekturstücke; Alles mit gleicher Kunst. Auch als Zeichner verdient er Lob. Meh- rere solcher Zeichnungen bedienten sich die Glasmaler, und an- dere wurden von Hollar, Gronsveldt, W. Vaillant, Sadeler u. a.

gestochen. Auf biblischen Darstellungen des letzteren steht: M. G. Vischer exc. Auf andern Blättern von J. Sadeler und Ph. Galle liest man den abgekürzten Namen des Künstlers.

Er ätzte mehrere Darstellungen aus den äsopischen Fabeln, und auch einen schönen Plan der Stadt Brügge brachte er in Kupfer. Eine Sammlung von Tieren in 18 Blättern ist mit Vischer exc, 1583 bezeichnet, und die Passion in 14 Blättern mit J. Sadeler exc. Man hat von ihm auch eine Anweisung zum Zeichnen, die zu Brügge erschien, und 1674 ins Englische übersetzt wurde.

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