Gay, J. J., Baumeister der Stadt Lyon, geboren 1775, gest. 1832. Nachdem er seine ersten Studien mit Erfolg beendigt hatte, ver- folgte er dieselben weiter unter dem Baumeister Cochet dem Älteren, begab sich nach der Revolution nach Paris , gewann mehrere Medaillen und erwarb sich das Zutrauen Denon’s. Dieser gab ihm den Auftrag, die Krönungsmedaille Napoleons zu entwerfen und den angeblichen Scepter Karl des Grossen wieder herzustellen. Bei dieser Gelegenheit fand er, dass jener Scepter nicht über das 14te Jahrhundert hinauf reiche und nichts weiter als ein Taktstab war,
Er beeilte sich, diese Entdeckung dem Denon mitzuteilen, doch dieser aber fand es für klüger, das Publikum in dem gleichen Wahn zu lassen und man vertilgte die Legende, vermittelst welcher Gay die Entdeckung gemacht hatte. Er wird gegenwärtig in Notre- Dame aufbewahrt.
Von seinen Talenten als Architekt zeugt besonders die Getreid- halle und das Museum St. Pierre zu Lyon , wo ihn Napoleon zum Professor der Architektur an der Specialschule ernannte. Er be- schäftigte sich auch mit der Ausschmückung und Erbauung meh- rerer Landhäuser in der Umgegend Lyons, und einer Grabka- pelle für die Familie Montmelas bei Villetranche, ein Gebäude von grosser Reinheit des Stils. Außerdem verdankt man ihm noch wohlgeratene Entwürfe, Vergl. Kunstblatt 1852 Nr. 400.
Gay, Johann le. S. Leger. Gayetano, oder Gaetano. Beiname von S. Pulzone.
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