Gautherot, Claude , Historien- und Portraitmaler zu Paris , wo er sich in David’s Schule bildete. Dieser Künstler fing 1800 an ’mıt ı Gemälden hervorzutreten, und um diese Zeit war es besonders eine Scene aus Chateaubriand’s Atala, welche allgemeine Sensation erregte. Das Bild hat Landon, Annales III. 150, im Umriss gege- ben und beurtheilt, und Lignon hat es gestochen. Es stellt den entseelten Leichnam der Atala vor, welchen ihr Geliebter auf den Armen zur Ruhestätte trägt. Man rühmte in diesem Gemälde die
richtige Zeichnung, die treffliche Composition und den tiefgefühl- ten Ausdruck. Das erste Bild, welches ihn bekannt machte, stellt Pyramus und Thisbe dar, und ein späteres, welches die Aufmerk-
samkeit der Kunstfreunde auf sich zog, zeigt Napoleon vor seinen Truppen zu Regensburg . Im Jahre 1810 malte er die Verwundung des Kaisers vor Regensburg und bald darauf die Zusammenkunft Napoleon’s und Alexander’s auf dem Niemen. In der Kapelle der
Nagler’s Künstler-Lex, V. Bd. 4
Tuilerien ist sein Heil. Ludwig, und für die St. Madelaine führte er die Scene aus, wie derselbe Heilige einem Soldaten seiner Ar- mee ein Begräbniss bereitet. Ein anderes Gemälde stellt den He- roismus der Elisabeth Cazotte dar. Das lebensgrosse Bildniss des Bischofs Gregoire kam nach St. Domingo. Mehrere seiner Bilder sind durch Kupferstich und Lithographie bekannt. RO
Gautherot machte auch die Zeichnungen zu dem Musce des pro- testants celebres, qui ont paru depuis Ila naissance de la reforma- tion jusqu'a nos jours. Er leitete auch die Herausgabe der Galerie francaise. Gauthier war ein Mann von grossem Talent und Wissen, aber er besass die Kunst zu glänzen nicht, und so wurde ihm das Glück in geringem Maasse zu Theil. Doch hinterliess er einen geachteten Namen und einen berühmten Schwiegersohn, H. Vig- neron.
Gautherot starb 1825 im 60sten Jahre.
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