Gaulli, Giovanni Battista, Maler, genannt il Bacciccio, geb. zu Genua 1650, gest. 1700. Sein erster Meister war L. Borgon- gioni, dann aber bildete er sich in Rom , wo er Bernini’s Schule besuchte. In dieser Stadt sind auch die meisten Werke von Gaulli, wenige in Genua. Die ersten Arbeiten, die ihm Beifall und fer- nere Beschäftigung erwarben, sind die vier allegorischen Gestalten der Tugenden, die er auf Befehl des Prinzen Pamfili in Sta. Agnese zu Rom malte. Diese Figuren gefielen in ihrer Farbenpracht, und von dieser Zeit an wurde Gaulli nicht selten dem Brandi, Ciro Feri und C. Mavatti vorgezogen. Indessen war der Künstler be- scheiden; er glaubte sich in S. Andrea della Valle, wo er einen Plafond hätte malen sollen, nicht mit Dominichino und Lanfranco messen zu dürfen, er nahm den von Clemens XI. ihm zugedach- ten Christusorden nicht an, und auch von dem Adelsbriefe, den ihm Johann V. von Portugal zuschickte, machte er nicht Gebrauch, dagegen aber ließ er sich für seine Arbeiten tüchtig bezahlen. Die meisten seiner Werke finden sich in der Romagna , in Tos- kana und in Umbrien , in Genua dagegen ist Weniges. Die grosse Decke des Rathssaales, die er daselbst hätte malen sollen, wurde dem Franceschini übertragen, weil Gaulli einen ungeheuren Preis forderte. Mit ausgezeichnetem Lobe erhebt Lanzi I. 527, die De-
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