Gau, Franz Christian

Gau, Franz Christian, Architekt von Köln , wo er 1700 geboren

wurde. Er bildete sich in Paris unter Debret und Lebas, und aus- erüstet mit allen Mitteln seiner Kunst bereiste er 1818 Ägypten, Syrien und Palästina . Er zeichnete überall die interessanten Al- terthümer und besonders waren es die damals noch unbekannten Denkmäler Nubiens, jene zwischen der ersten und zweiten Ca- tarakte des Nils, denen er seine Bemühung widmete. Gau besitzt sehr gründliche architektonische Kenntnisse; auch ist er ein treff- licher Zeichner und daher haben seine Monumente auch durch die landschaftliche Umgebung und durch die Staffage mit Figuren Interesse. Das Resultat seiner Reise war ein Werk, unter dem Ti- tel: Antiquités de la Nubie, ou monuments inédits des bords du Nil mesurés et dessinés en 1810. Paris 1821 — 27, gr. fol., mit 69 Abbildungen, die in 13 Lieferungen erschienen. Zu glei- cher Zeit erschien bei Cotta eine Ausgabe mit deutschem Text: Neu entdeckte Denkmäler von Nubien , an den Ufern des Nils, 13 Lief. gr. roy. fol. .

Dieses Prachtwerk bildet die Fortsetzung der Descriptio: de

Ägypten . Es ist sowohl in Hinsicht des Forschungsgeistes als der künstlerischen Anforderung ausgezeichnet.

Früher schon besorgte er die Fortsetzung des trefflichen Werkes über Pompeji von Mazois: Les ruines de Pompeji etc. continue par M. Gau. Paris 1812 und die folgenden Jahre. Dieses Werk enthält dadurch die Entdeckungen von 1757–1821. Er gab die letzte Hälfte des dritten Bandes dazu.

Genaueartig befindet sich dieser Künstler zu Paris und in königlichen Diensten. Als Anerkennung seiner Verdienste ertheilte ihm 1826 der König das Kreuz der Ehrenlegion. Zu jener Zeit war er beauftragt, das Presbyterium der Kirche von St. Julien-le-Pauvre zu bauen und zugleich beschäftigte ihn der Entwurf einer grossen Badanstalt in Enghien. Später vertraute ihm das Gouvernement die Construction eines neuen Gefängnisses an der Barrière d’Enfer an.

Im Jahre 1824 eröffnete er zu Paris eine Architekturschule, in welcher besonders junge Deutsche Ausbildung fanden. Nach vier Jahren wurde dieses Institut wieder aufgehoben.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_FYTrAAAAMAAJ